Nachrichten Social Media

Facebook „eine Gefahr für die Demokratie“

Snowscat auf Unsplash

taz: Mark Zuckerberg ist seine Erfindung entglitten.

Berlin (csr-news) – Für die deutsche Facebook-Zentrale in Hamburg ist der dortige Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar zuständig. „Facebook kann über Profilbildung als Instrument genutzt werden, um politische Meinungen zu steuern“, sagte der habilitierte Jurist der taz (Ausgabe vom 24. Oktober). Durch die Möglichkeit zur Verbreitung von Hassbotschaften und Falschinformationen werde das Miteinander in unserer Gesellschaft vergiftet. „Das ist eine Gefahr für die Demokratie. Diese Gefahr wächst zusehends“, so Caspar.

Ähnlich sieht es Ulrike Klinger, Professorin für digitale Demokratie an der Europa-Universität in Frankfurt an der Oder. „Man muss davon ausgehen, dass Facebook einen Anteil an der Zunahme an Polarisierung, Populismus und verschwörungstheoretischem Denken hat“, sagte die Wissenschaftlerin der taz. Vorhandene Studien – darunter auch interne von Facebook – deuteten darauf hin, auch wenn es an Daten zur Qualifizierung der Aussage fehle, so Klinger,

Taz-Autor Timo Hoffmann kommentiert: „Facebook überfordert die Politik. Es überfordert die Nutzer. Es überfordert den Gründer.“ Mark Zuckerberg maximiere Anzeigenerlöse und minimiere seine Verantwortung. Gestartet sei er mit der Mission, die Welt näher zusammen zu bringen. Doch: „Seine Erfindung ist ihm entglitten.“

Hinterlassen Sie einen Kommentar