35.CSR-MAGAZIN Kreislaufwirtschaft Nachrichten Plastik

„Ohne Mikroplastik muss die Produktleistung gleichbleiben“

Catrice Beauty Shop (Foto: cosnova)

CSR und Plastikvermeidung bei cosnova – das Interview

Das mittelständische Unternehmen cosnova aus Hessen bietet Kosmetikprodukte und verankert sein Nachhaltigkeitsengagement seit 2016 strategisch. Ein Engagementfeld bilden die Vermeidung von Plastik und der Einsatz von recyceltem Plastik bei den Verpackungen und in der Produktpräsentation. CSR MAGAZIN sprach mit Silvia Steinert, Director Corporate Responsibility bei cosnova, und Maximilian Peters, Senior Manager Corporate Responsibility.

Das Gespräch führte Achim Halfmann.

CSR MAGAZIN: Wie strategisch ist CSR im Unternehmen cosnova verankert?

Silvia Steinert

Silvia Steinert: Im Jahr 2016 haben wir einen umfangreichen Strategieprozess gestartet. In über 900 Stakeholder-Interviews mit externen Partnern, Verbänden, Bloggern, Handelskunden und Mitarbeitern haben wir geschaut, welche Nachhaltigkeitsthemen für sie im Fokus stehen.

Neben den sozialen Initiativen konnten wir drei weitere Themen als wesentlich identifizieren: die Unbedenklichkeit der Produkte, Zero Waste im Verpackungsbereich und die Arbeitsbedingungen bei den Geschäftspartnern.

2019 haben wir den Sustainability Board ins Leben gerufen – mit der Geschäftsführung sowie Vertretern unterschiedlicher Bereiche und Marken. Wir treffen uns alle sechs Wochen, bewerten die Umsetzung des Geplanten und planen die nächsten Schritte

Ein vieldiskutiertes Thema ist die Verantwortung in der Lieferkette. Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Maximilian Peters: Wir arbeiten mit einem festen Stamm an Lieferanten zusammen und unsere Produkte kommen zu 90 Prozent aus Europa. Der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten liegt ein Code of Conduct zugrunde.

Maximilian Peters

Und fast alle unsere unmittelbaren Zulieferer durchlaufen ein EcoVadis-Rating – nur die ganz kleinen bleiben außen vor. Das Rating ermöglicht erste Schlüsse dazu, wie nachhaltig ein Unternehmen aufgestellt ist, welche Policies und Prozesse dort zur Anwendung kommen. Das ergibt ein erstes “Grundrauschen”, allerdings auf der Grundlage einer reinen Desktop-Analyse.

Bei risikobehafteten Lieferanten beauftragen wir – auf dem Hintergrund unserer Sorgfaltspflicht – Elevate mit der Durchführung von Vor-Ort-Audits. Das betrifft etwa umsatzstarke Zulieferer aus osteuropäischen und asiatischen Ländern. Zudem machen wir uns selbst regelmäßig ein Bild vor Ort und tauschen uns mit den Lieferanten aus.

Wir arbeiten daran, über die Zulieferer aus der ersten Reihe – die Tier-1-Lieferanten – hinauszuschauen und haben mit TrusTrace einen Partner gefunden, mit dem wir nun in einem Piloten unsere tiefere Lieferkette genauer unter die Lupe nehmen wollen, denn mit einem E-Mail-Austausch ist es nicht getan. Dabei geht es uns auch darum, bei einer Unterbrechung der Lieferkette besser aufgestellt zu sein.


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Herzlichen Dank für das Gespräch!

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