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Save the Children und Postbank fördern Lesekompetenzen

LeseOase in der OGS der Grundschule Funckeparkschule in Hagen (Foto: Caroline Seidel / Save the Children)

Programm LeseOasen zur Leseförderung im Ganztag

Wie eine Partnerschaft die Leseförderung stärkt, Bildung ermöglicht und somit Kindern hilft, ihre Träume zu verwirklichen

Berlin (Save the Children) – Lesen ermöglicht es uns nicht nur alltägliche Situationen erfolgreich zu meistern. Lesen eröffnet uns zugleich eine Welt voller Geschichten, Fantasie und einen fast grenzenlosen Wissensabruf. Lesen ist eine Schlüsselkompetenz, die Kinder sozial wie persönlich befördert. Sie eröffnet eine Welt, in der das Lesen zur Verwirklichung des schulischen und beruflichen Werdeganges beiträgt und Kindheitsträume wahr werden lassen kann.

Lesen und das Kinderrecht auf Bildung

Die UN-Kinderrechtskonvention beschreibt in den Artikeln 28 und 29 das Kinderrecht auf Bildung “auf der Grundlage der Chancengleichheit”. Bildung sei darauf auszurichten, “die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen und körperlichen Fähigkeiten des Kindes voll zur Entfaltung zu bringen”. Doch das Kinderrecht auf Bildung wird in Deutschland nicht für jedes Kind verwirklicht. Diverse Studien bestätigen, dass das deutsche Schulsystem soziale Ungleichheit zementiert und die familiäre Herkunft die Bildungschance bestimmt. Als Schlüsselkompetenz für die weitere Bildungsbiographie hat die Lesekompetenz das Potenzial, unser Bildungssystem ein klein wenig gerechter zu machen.

Save the Children und Postbank – Die Partnerschaft

Seit 2013 engagiert sich der Unternehmenspartner Postbank gemeinsam mit Save the Children für bessere Bildungschancen von Kindern in Deutschland. 2013 startete die Partnerschaft zwischen der Postbank und Save the Children Deutschland. Das erste gemeinsame Bildungsprogramm war auch für die internationale Kinderrechtsorganisation Save the Children das erste Bildungsprogramm in Deutschland.

Das Projekt “LeseOasen”

Um die Potentiale aller Kinder unabhängig von ihrem persönlichen Hintergrund optimal zu fördern, haben Save the Children gemeinsam mit der Postbank das Programm LeseOasen zur Leseförderung im Ganztag ins Leben gerufen.

Ziel des Projekts ist es, alle Kinder zum Lesen anzuregen und ihnen zu zeigen, dass Lesen Spaß macht und ihnen unendliche viele Möglichkeiten eröffnet. „Lesen ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Schulbildung.“, erklärt Susanna Krüger, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland. „Es ist somit wichtig für gleiche Chancen im Leben. Doch immer noch hängt der schulische Erfolg der Kinder in Deutschland von der sozialen Herkunft ab: Wir wollen jedes Kind in den Blick nehmen und die Verantwortlichen dabei unterstützen, dass kein Kind aufgrund seiner sozialen oder ethnischen Herkunft zurückbleibt.“

“LeseOasen” wird an insgesamt 51 Ganztagsgrundschulen in Berlin und Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Diese befinden sich an Standorten mit herausfordernden sozialen Ausgangslagen. Mit dem Projekt sollen insbesondere jene Kinder erreicht werden, die bisher wenig Freude am Lesen entwickelt haben.

Um nachhaltigen Erfolg zu sichern, baut das Projekt auf drei Bausteinen auf:

  1. Aufbau von lesefreundlichen Räumen nach Wünschen der Kinder und mit Beratung von Expert*innen. Zu Beginn der Zusammenarbeit werden bestehende Räume verändert, ausgebaut oder ganz neu geschaffen. Die Kinder werden aktiv beteiligt und können sich eine Wohlfühlzone schaffen. Die Räume sollen die Kinder zum Verweilen, Schmökern und Eintauchen in Geschichten anregen. Hierfür beraten Expert*innen aus dem Bereich Lesepädagogik die Einrichtungen, wie sie die Räume lesefördernd und kindgerecht gestalten können.
  2. Geeignete Aktivitäten zur Leseanimation. Sobald die Räume eingerichtet sind, werden sie gemeinsam mit den Kindern mit Leben gefüllt.  Trainer*innen von Save the Children kommen in die außerunterrichtliche Betreuung der Ganztagsschulen und begleiten die pädagogischen Fachkräften bei der Programmdurchführung. Dieses Angebot wurde im Projektjahr 2019/20 gemeinsam mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main entwickelt.
  3. Pädagogisches Training für Fachpersonal und freizeitorientierte Leseförderung für Kinder. Das Projekt fügt sich direkt in den Alltag der Einrichtungen ein und erleichtert so den Transfer in die pädagogische Praxis. In der Gestaltung des Raumes und in der Umsetzung von „An die Geschichten, losgelesen“ erwerben die teilnehmenden pädagogischen Fachkräfte Fachwissen zur außerunterrichtlichen Förderung von Lesekompetenz. Das Umsetzungsprogramm ist als Training-on-the-job konzipiert. So lernen sie Methoden zur freizeitorientierten Leseförderung kennen und erproben diese auch gleich.

Im Vordergrund steht, dass die Kinder Freude am Lesen erleben. Im Projekt wird keine Nachhilfe angeboten. Die Kinder erhalten keine Beurteilungen oder gar Noten. Vielmehr soll durch freizeitorientierte Aktivitäten erreicht werden, dass die Kinder gerne kommen und Spaß am Lesen entwickeln. So sagt ein Mädchen aus Berlin: “ Ich finde es sehr schön, dass uns jemand vorliest. Und ich finde es sehr schön, dass wir selbst lesen”.

Bildung in Zeiten einer Pandemie

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ist die Unterstützung von Kindern über alle Maße notwendig. Durch die rasante Ausbreitung des Corona-Virus im vergangenen Jahr mussten Schulen auf der ganzen Welt geschlossen werden – 1,6 Milliarden Kinder waren betroffen. Erstmals wurde die Bildung einer ganzen Generation unterbrochen. Während in einigen Ländern die Schulen inzwischen wieder geöffnet sind, gehen anderenorts die Unterbrechungen durch das Virus weiter. Wir können nicht tatenlos zusehen, wie Covid-19 Millionen von Kindern der Zukunft beraubt, die sie verdienen. Gemeinsam mit Partnern wie der Postbank kann dafür gesorgt werden, dass Kinder eine qualitativ hochwertige Bildung erhalten und alle Möglichkeiten haben, ihre Hoffnungen und ihr Potenzial zu verwirklichen.


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