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Giesecke+Devrient stoppt Lieferungen an Myanmar

Alexander Schimmeck auf Unsplash

Banknotenhersteller reagiert auf Gewalteskalation nach Militärputsch

München (AFP) – Der Münchner Banknotenhersteller Giesecke+Devrient (G+D) hat ab sofort alle Lieferungen an die staatliche Druckerei in Myanmar gestoppt. Das Unternehmen reagiere damit auf die “anhaltenden gewaltsamen Auseinandersetzungen” in dem Land zwischen dem Militär und der Zivilbevölkerung, teilte G+D am Mittwoch mit. “Mit großer Sorge und Bedauern” habe das Unternehmen die Eskalation in dem südostasiatischen Land verfolgt.

Vor dem Lieferstopp hatte G+D Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Systemkomponenten für die Herstellung von Banknoten der Landeswährung Kyat geliefert. In den vergangenen Wochen hatte das Unternehmen die Geschäftsbeziehungen nach eigenen Angaben bereits in einer ersten Stufe eingeschränkt.

In Myanmar sieht sich die Militärjunta seit dem Putsch am 1. Februar massiven Protesten gegenüber, gegen die sie äußerst brutal mit Tränengas, Gummigeschossen und scharfer Munition vorgeht. Nach Angaben von Aktivisten wurden dabei bereits mehr als 520 Menschen getötet.

Giesecke+Devrient, gegründet 1852, ist ein weltweit tätiger Konzern für Sicherheitstechnologie mit Hauptsitz in München. 2020 machte er mit rund 11.500 Beschäftigten einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro.


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