Gender Nachrichten

Versäumnisse der Wirtschaft bei Frauenförderung

Brooke Lark auf Unsplash

BDI-Präsident: “Das hätten die Männer besser machen können.”

Düsseldorf (AFP) – Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, hat Versäumnisse der Wirtschaft bei der Frauenförderung eingeräumt. “Ich finde es schade, dass wir eine Quote brauchen”, sagte Russwurm der “Rheinischen Post” vom Samstag. “Aber leider haben die Unternehmen es nicht geschafft, mehr Frauen in Aufsichtsräte und Vorstände zu holen. Das hätten die Männer besser machen können.”

Das Bundeskabinett hatte Anfang Januar eine Frauenquote für Vorstände von börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen auf den Weg gebracht. In Vorständen, die mehr als drei Mitglieder haben, muss künftig mindestens ein Mitglied eine Frau und ein Mitglied ein Mann sein. Vielfalt sei “eine gute Sache” und werde jetzt per Gesetz durchgesetzt, sagte Russwurm dazu.

Russwurm sagte der “Rheinischen Post” weiter, er halte es für “gut möglich”, dass ihm an der BDI-Spitze einmal eine Frau nachfolge. Die Wirtschaftsverbände seien keine Männerclubs mehr, auch der BDI habe zwei Vizepräsidentinnen, und auf den nächsten Führungsebenen gebe es “etliche hervorragende Frauen”.


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