Bildung Partnermeldungen

Im Fokus: Digitale Bildung in Deutschland

Save the Children

Save the Childrens MakerSpace genau zur rechten Zeit

Berlin (csr-partner) > Hybrider Unterricht und Homeschooling sollen weltweit dafür sorgen, dass Kinder in der Corona-Pandemie weiter lernen können. Kommt damit endlich der lang ersehnte Digitalisierungsschub für Schulen in Deutschland?

Leider ist diesbezüglich vielerorts – auch in Deutschland – in den vergangenen Monaten nicht viel passiert. Immer noch fehlt es an technischer Ausstattung, viele Schulen haben nicht einmal WLAN. Lehrkräfte wissen nicht, wie sie einen lebendigen Online-Unterricht gestalten sollen.

Kurz vor Covid-19 startete unser Pilotprojekt MakerSpace genau zur rechten Zeit. In Schulen werden dafür Räume eingerichtet, in denen Kinder und Jugendliche sich technisch ausprobieren können. So machen wir sie fit für die Anforderungen des Arbeitsmarkts. Mit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 blieben die Räume leer. Deshalb haben wir das Programm angepasst, verstärkt Lehrkräfte darin geschult, ihre pädagogischen Fähigkeiten sinnvoll mit digitalen Anwendungen zu verknüpfen, und Schulen mit technischer Infrastruktur ausgestattet. Das alles hilft Schüler*innen, Lehrkräften und Schulen, besser mit der Situation klar zu kommen.

Leider können wir als Hilfsorganisation nur den berühmten Tropfen auf den heißen Stein fallen lassen. Was in unserem föderalen Bildungssystem vor allem fehlt, ist ein Masterplan für digitale Bildung. Sie muss für alle Kinder in Deutschland gleichermaßen verfügbar sein. Neu ist diese Forderung nicht: Seit Jahrzehnten verstärkt der Mangel eines tragfähigen Gesamtkonzepts in Deutschland die hiesige Bildungsungerechtigkeit. Seit der Pandemie aber ist Lernen noch stärker davon abhängig, in welchem soziostrukturellen Umfeld Kinder aufwachsen und wie modernisierungsfähig sich die einzelne Schule zeigt.

Uns von Save the Children beunruhigt das. Als Kinderrechtsorganisation setzen wir uns definitionsgemäß für die Bildung aller Kinder ein.

Während wir über die wirtschaftlichen Möglichkeiten künstlicher Intelligenz sprechen, können wir nicht an einem Bildungssystem aus dem 19. Jahrhundert festhalten. Präsenzunterricht kann nicht das Maß der Dinge bleiben. Auch wenn die Pandemie vorüber ist, werden wir nicht mehr zum Altbewährten zurückkehren können. Das käme einem Verrat an der Zukunft unserer Kinder gleich.

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