35.CSR-MAGAZIN Kreislaufwirtschaft Nachrichten Plastik

Mit dem Wildbag Impact erzielen

Dieter Gottschalk (Foto: Wildplastic)

Ein Startup sammelt wildes Plastik. Dieter Gottschalk im Interview für das 35. CSR MAGAZIN.

Der Kunststoffingenieur Dieter Gottschalk verantwortet bei Wildplastic die Bereiche Technik, Sourcing, Recycling und Produktion. Das Rohmaterial stammt von Plastics for Change. Über die Ideen hinter dem Startup sprach Achim Halfmann für das CSR MAGAZIN mit dem Ingenieur.

CSR MAGAZIN: Warum bringt Wildplastic als erstes Produkt einen Abfallbeutel auf den Markt?

Dieter Gottschalk: Für Abfallbeutel gibt es einen riesigen und relativ stabilen Bedarf. Wir können einen direkten Impact erzielen und große Mengen recycelten Plastiks direkt einsetzen. Und nicht zuletzt nimmt der Endkunde dieses Produkt wahr und kann durch seine Kaufentscheidung an der Idee des Plastikrecyclings partizipieren. Und nach Gebrauch wird das Material in sichere Verwertungswege eingespeist und landet nicht in der Umwelt.

Wie setzt man ein solches Startup auf die Bahn?

Vor etwa zwei Jahren haben wir uns auf Initiative eines Mitgründers getroffen, gebrainstormt, Erfahrungen aus Indien und dem Amazonas-Gebiet ausgetauscht und relativ schnell verbindende Linien und eine gemeinsame Passion entdeckt. Holger z.B. ist ein professioneller Filmemacher und bringt unsere Ideen in die Öffentlichkeit; Katrin bringt ihre Erfahrungen & Netzwerk als Industriedesignerin ein. Unsere Teammitglieder sind in ihren jeweiligen Sparten sehr erfahrene Experten, die man sonst selten findet. Ich selber bin “Industriemensch”, komme aus der Kunststoffverarbeitung und bin zudem seit mehr als 2 Jahren in der Startup-Szene aktiv.

Es braucht diesen Mix aus Passion und Erfahrung um ein solches Unternehmen zu gründen.
Und diese Leidenschaft “etwas ändern zu wollen” sehen wir nicht nur bei uns, sondern auch bei unseren Partnern. Alle bringen sich in diese Unternehmung ein – sei es durch Investitionen, Projektressourcen oder einfach die Bereitschaft ein solch besonderes Produkt zu unterstützen.

Welche Herausforderungen stellen sich bei Ihrer Unternehmensidee?

Wir müssen in unserem Marketing die Frage beantworten: „Warum sammelt ihr am Ende der Welt Müll auf, um daraus Müllbeutel zu machen?“ Wir holen das Material aus Ländern, die nicht über ein solides Abfallmanagement verfügen – u.a. aus Indien. Und wir wollen erreichen, dass es – nach einem erneuten Produktleben – hier wieder in geschlossene Kreisläufe eingespeist wird.


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