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Opel-Chef: Klimavorgaben wichtiger als Absatz

Nikola Treći auf Unsplash

Lohscheller schließt betriebsbedingte Kündigungen trotz Sicherungspakets nicht aus

Düsseldorf (AFP) – Der Autobauer Opel hat den Klimaschutz bei der Erholung von der Corona-Krise zur Priorität erklärt. “Wir wollen wachsen, und wir werden wachsen”, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller dem “Handelsblatt” vom Montag, “aber niemals zulasten von CO2 und Profitabilität”. Die Einhaltung der Klimavorgaben sei mittlerweile “wichtiger als alles andere, auch wichtiger als der Absatz”.

Der Chef des Rüsselsheimer Autobauers sieht in CO2 eine neue Leitwährung für seine Branche. Wer die entsprechenden EU-Vorgaben verfehle und mit Strafzahlungen ausgleichen müsse, setze sich zu Recht dem Vorwurf aus, sich den Klimaschutz zu erkaufen. “Das wäre ein Drama.”

Lohscheller will indes auch die geplanten Personalkürzungen in Deutschland mit Nachdruck angehen. “Es hilft ja niemandem, das Unvermeidbare auf die lange Bank zu schieben”, sagte er. Opel hatte im Januar, noch vor der Corona-Krise, ein “Freiwilligenprogramm” zum Abbau von bis zu 2100 Stellen in den deutschen Werken angekündigt.

Zuletzt stand beim Konzern in Frage, ob dieses Zukunftsprogramm in der Krise ausreicht. Betriebsbedingte Entlassungen wurden in diesem Zusammenhang zwar eigentlich bis 2025 ausgeschlossen. “Aber wenn wir sehen sollten, dass wir keine ausreichenden Fortschritte machen, dann müssen wir noch einmal diskutieren und die Lage neu bewerten”, sagte Lohscheller. “Insofern können wir betriebsbedingte Kündigungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht kategorisch ausschließen.”

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