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Chance zum Dialog auf Augenhöhe

Ahmed Hasan auf Unsplash

Das Sorgfaltspflichtengesetz. Ein Perspektivwechsel von Carolin Friedrich für das 35. CSR MAGAZIN

„Wirtschaftsverbände wollen Lieferkettengesetz aushöhlen“. „Lieferkettengesetz droht zur Farce zu werden“ – so war es im Spätsommer 2020 in den Medien zu lesen. Der öffentliche Streit zwischen Wirtschaftsvertretern und zivilgesellschaftlichen Organisationen entzündet sich vor allem an zwei Punkten: Werden Unternehmen für Verstöße in ihrer Lieferkette in die Haftung genommen? Und ab welcher Größe sollen Unternehmen vom neuen Gesetz betroffen sein?

Ein Perspektivwechsel von Carolin Friedrich

Natürlich wäre eine Haftung das kraftvollste Element, um das Thema „nachhaltige Lieferketten“ nicht nur in der CSR-Abteilung und beim Einkauf, sondern auch in Risikomanagement und Compliance auf die Agenda zu rufen. Dies hätte vor allem für große Konzerne Folgen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass Haftungsansprüche geltend gemacht werden, wird sicher mit zunehmender Unternehmensgröße eher steigen.

Der blinde Fleck in der Diskussion

Doch ein zentraler Aspekt kommt in der Diskussion bislang viel zu kurz: Nicht nur die deutschen Unternehmen stehen mit dem Sorgfaltspflichtengesetz vor neuen Managementaufgaben – insbesondere die Zulieferer werden Kompetenzen und Strukturen aufbauen müssen, um den Transparenzanforderungen aus Deutschland zu genügen. Und dies im Idealfall unternehmensübergreifend, denn die Erfahrung der letzten Jahre bei der Durchsetzung von sozialen und ökologischen Mindeststandards hat gezeigt, dass die Einzelabfrage weder für Auftraggeber noch für Produktionsbetriebe ein wünschenswerter Weg ist. Das macht deutlich: Wenn wir es ernst meinen, geht es nicht ohne einen Dialog auf Augenhöhe mit den Produktionsländern.


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