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Temporäre Jobs in Corona-Krise besonders gefährdet

Remy Gieling auf Unsplash

Bericht: Zahl der Zeitarbeiter im Mai um mehr als 120.000 gesunken

Düsseldorf (AFP) – Die Zahl der Zeitarbeiter in Deutschland ist laut einem Zeitungsbericht in der Corona-Krise drastisch gesunken. Laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Mai nur 624.900 Menschen in der Zeitarbeitsbranche beschäftigt, rund 124.00 weniger als ein Jahr zuvor, wie die Düsseldorfer “Rheinische Post” in ihrer Donnerstagsausgabe berichtet. Aktuellere Zahlen erwartet die BA nach Angaben der Zeitung erst Anfang September.

Da viele Unternehmen in der Krise ihre Priorität darauf legen, ihre Stammbelegschaft zu halten, werden die Jobs von Zeitarbeitern oft als erste gestrichen. Linken-Parteichef Bernd Riexinger forderte im Gespräch mit der “Rheinischen Post”, Leiharbeit als “Beschäftigung zweiter Klasse” abzuschaffen.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit gab es im Jahresdurchschnitt von Juli 2018 bis Juni 2019 in Deutschland 881.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Zeitarbeitnehmer. In den vergangenen Jahren gab es gesetzliche Änderungen, um die Benachteiligung gegenüber Festangestellten auszugleichen. Dazu zählt das Anrecht auf gleiches Lohnniveau nach neun Monaten wie regulär Beschäftigte im betreffenden Betrieb.

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