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Aldi will Fleischpreise senken

Pinacol auf Pixabay

“Lebensmittelzeitung”: Für Kunden und rückwirkend für Lieferanten

Frankfurt/Main (AFP) – Trotz Missständen in der Fleischindustrie will der Discounter Aldi nach Informationen der “Lebensmittelzeitung” die Preise für Fleisch und Wurst senken. Aldi Nord und Aldi Süd planten eine Verkaufspreissenkung am 29. Mai und wollten auch die Einkaufspreise rückwirkend zum 1. Mai reduzieren, berichtete die Branchenzeitung am Dienstag unter Berufung unter anderem auf ein Schreiben von Aldi Süd an die Anbieter.

Darin verweist der Discounter demnach auf den geschwächten Fleischmarkt: “Unser gemeinsames Ziel sollte es sein, diese dynamische Entwicklung sehr kurzfristig aufzugreifen und in ein attraktives Angebot für unsere Kunden umzusetzen”, zitierte die Zeitung aus dem Brief. Von Aldi Nord soll es demnach ein ähnliches Schreiben geben. Beide Unternehmen äußerten sich dazu auf AFP-Anfrage am Dienstagnachmittag zunächst nicht.

Der “Lebensmittelzeitung” bestätigte das Unternehmen, mit seinen Lieferanten über eine vorübergehende Änderung des bisherigen Ausschreibungsprozesses zu sprechen. Vor dem Hintergrund starker Preisschwankungen in einzelnen Warengruppen seit Jahresbeginn werde “ein an die dynamischen Märkte angepasstes und damit flexibles, pragmatisches Vorgehen” angestrebt. Dieses solle aber gleichermaßen für sinkende wie auch für steigende Preise auf dem Markt gelten.

Bei den Verhandlungen berücksichtige der Discounter “stets sowohl den Nutzen unserer Kunden als auch das partnerschaftliche Verhältnis zu unseren Lieferanten”, erklärte das Unternehmen weiter. Fleischindustrie und Handel bewerteten und veränderten die Preise ständig im Dialog. “Dies ist lang gelebte Praxis und geschieht in der Regel in partnerschaftlichem Einvernehmen.”

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