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Greenpeace begrüßt deutschen Beitritt zu Meeresschutz-Bündnis

Krzysztof Kowalik auf Unsplash

Aber auch Handeln gegen Umweltzerstörung in Nord- und Ostsee angemahnt

Berlin (AFP) – Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat den Beitritt Deutschlands zu dem internationalen Meeresschutz-Bündnis “Global Ocean Alliance” begrüßt. “Dieser Beitritt ist der richtige Schritt”, erklärte die Greenpeace-Meeresbiologin Sandra Schöttner am Mittwoch in Hamburg. Allerdings müsse die Bundesregierung jetzt auch konsequent sein “und den Erhalt der Biodiversität vorrangig vor ökonomischen Interessen verfolgen”.

Dies erfordere ein anderes Verhalten “als bei den deutschen Nord- und Ostseeschutzgebieten, wo nach wie vor Sand- und Kiesabbau und zerstörerische Fischerei erlaubt sind”, mahnte Schöttner. “Die Ozeane brauchen konsequenten Schutz, damit ihre Artenvielfalt und ihre Funktion als wichtiger CO2-Speicher gegen die Klimakrise erhalten bleiben”, hob sie hervor.

Deutschland ist nach Angaben des Bundesumweltministeriums Anfang Mai der weltweiten Allianz beigetreten, der in Europa unter anderem auch Großbritannien, Belgien, Finnland, Schweden und Portugal angehören. Zu ihren zentralen Forderungen gehört der Schutz von mindestens 30 Prozent der weltweiten Ozeane bis zum Jahr 2030. Das Bündnis tritt dabei für eine Kombination aus Schutz und nachhaltiger Bewirtschaftung der Meere und Ozeane ein.

“Die Ozeane brauchen unseren Schutz. Das kann besser gelingen, wenn wir mindestens 30 Prozent der globalen Ozeane unter Naturschutz stellen”, begründete Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) den deutschen Beitritt. So ließen sich “die negativen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten verringern, die Fischbestände besser erhalten und die Widerstandsfähigkeit der Meere gegen den Klimawandel erhöhen”.

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