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Öl-Katastrophe in Ecuador: Indigene verklagen Unternehmen

Isaac Quesada auf Unsplash

Flüsse in Amazonasgebiet bei Unglück im April verschmutzt

Quito (AFP) – Dutzende indigene Gemeinden im Amazonasgebiet in Ecuador haben wegen der Verschmutzung ihrer Flüsse durch eine Öl-Katastrophe rechtliche Schritte gegen Behörden und Ölfirmen eingeleitet. “Familien, die an den Ufern leben, fehlt es an Nahrung, sie wissen nicht, wo sie Wasser zum Trinken und Waschen finden sollen”, sagte die Vorsteherin der betroffenen Gemeinde Mushuk Llacta, Marcia Andi.

Nach einem Erdrutsch, der am 7. April drei Pipelines beschädigt hatte, sind nach offiziellen Angaben rund 15.000 Barrel Öl ausgelaufen, darunter in den Napo, einen Nebenfluss des Amazonas. In der Region an der Grenze zu Peru seien insgesamt etwa 27.000 Indigene mehrerer ethnischen Gruppen von den Folgen betroffen, sagte die Anwältin der Organisation Amazon Frontlines, María Espinosa.

Sie forderte “Sofortmaßnahmen, um die Versorgung der betroffenen Bevölkerung mit Wasser und Nahrung und ihre Gesundheitsversorgung zu gewährleisten”. Die bislang durch die Ölfirmen geleistete Hilfe sei “unzureichend”.

Der staatliche Ölkonzern Petroecuador, dem vorgeworfen wird, zu spät vor den Umweltschäden durch das austretende Öl gewarnt zu haben, gab als Entschädigung fast 500.000 Liter Wasser in Fässern an die Betroffenen aus. Die Pipelines sind nach Angaben des Unternehmens mittlerweile repariert worden.


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