Klimaschutz Topnews

Merkel: Klimaschutz und Biodiversität von größter Bedeutung

Demonstration in Nürnberg (Markus Spiske auf Unsplash)

Petersberger Klimadialog von Corona-Pandemie geprägt

Berlin (csr-news) – Nicht nur in seinem – digitalen – Veranstaltungsformat war der 11. Petersberger Klimadialog von der Ausbreitung des Corona-Virus geprägt. Auch in den Gipfel-Themen spiegelte sich die Pandemie wider. So verwies die Bundeskanzlerin in ihrem Beitrag am Dienstag auf die Konjunkturprogramme zum Wiederaufbau der Wirtschaft nach der Pandemie: „Es wird jetzt eine schwierige Verteilungsdiskussion geben“, sagte Angela Merkel (CDU). „Umso wichtiger wird es sein, wenn wir Konjunkturprogramme auslegen, immer den Klimaschutz fest im Blick zu haben.“

Das Schrumpfen natürlicher Lebensräume der Tiere erhöhe das Risiko einer Krankheitsübertragung von Tieren auf den Menschen. Laut Merkel gehe von der Konferenz ein Signal aus, „dass Klimaschutz und Biodiversität in dieser Pandemiezeit von aller größter Bedeutung sind.“ Es führen kein Weg daran vorbei, Biodiversität und den Schutz der Wälder voranzubringen.

Wirtschaft resilienter machen

Voraussetzung für eine nachhaltigen Ausgestaltung der Wirtschaft sei, Unternehmen das hierfür erforderliche Kapital zur Verfügung zu stellen. „Deshalb brauchen wir einen Finanzmarkt, der günstiges Kapital für klimafreundliche Investitionen bereitstellt“, so die Kanzlerin.

Auf die Chancen zu einer nachhaltigen Neuausrichtung der Wirtschaft verwies auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). „Es wird eine Zeit nach der Corona-Pandemie geben“, sagte Schulze. „Die müssen wir nutzen, um unsere Wirtschaft widerstandsfähiger und resilienter zu machen.“ Es sei jetzt an der Zeit, Standfestigkeit zu zeigen und dem Pariser Klimaabkommen treu zu bleiben. „Die Corona-Krise führt an vielen Orten der Welt zu einer Wiedererstarkung des Nationalstaates, zu Abschottung“, so die Ministerin. „Solidarität ist das Gebot der Stunde“ – das gelte auch zwischen Nationalstaaten und Weltregionen.

Planungssicherheit für Unternehmen

Zum Auftakt des Petersberger Klimadialogs hatten sich 68 Unternehmen in einem „Appell für Krisenbewältigung und Zukunftsfähigkeit“ an die Bundesregierung gewandt. Initiiert wurde der Appell von der Stiftung 2°. Deren Vorständin Sabine Nallinger zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Diskussionen: „Zahlreiche Teilnehmer am Klimadialog haben gesagt, dass bei den Weichenstellungen für den Neustart der Wirtschaft Maßnahmen zur Ankurbelung von Produktion und Konsum mit den Maßnahmen zur Klimaschutz gleichwertig gesehen werden müssen.“ Das bestätige die Unternehmen, die sich bereits auf den Weg in Richtung nachhaltige und klimafreundliche Produktion begeben hätten. „Diese Unternehmen brauchen jetzt Planungs- und Zukunftssicherheit.“


Der weitere Inhalt steht eingeloggten Nutzern zur Verfügung. Werden Sie UVG-Mitglied oder CSR MAGAZIN-Leser, um den Text ganz lesen zu können: https://csr-news.net/news/leserschaft/


Hinterlassen Sie einen Kommentar