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Storytelling for Future – Neue Wege in der CSR-Kommunikation

Samuel Zeller auf Unsplash

Das Forschungsprojekt “Immersive Storyworlds in Sustainability Communications”

Stuttgart (csr-magazin) – Haben Sie schon mal Fridays-for-Future-Demonstrantinnen in der U-Bahn einen CSR-Bericht schmökern sehen? Nein? Wir auch nicht. Kein Wunder, denn die CSR-Kommunikation findet noch immer hauptsächlich in genau diesen sperrigen Fachmedien und damit weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Doch der Druck auf Unternehmen, nachhaltige Lösungen zu finden, steigt und damit auch der Bedarf an einem Storytelling-for-Future.

Von Riccardo Wagner und Sebastian Pranz

Dabei scheitert es nicht an der Technik: 5G, Smartphones & Co sorgen dafür, dass uns in der digitalen Kommunikation völlig neue Wege zur Verfügung stehen, Menschen zu informieren, zu unterhalten und zu berühren. Unser Umgang mit Technologie wird in Zukunft noch stärker von Videoinhalten geprägt sein, die als immersive 360°-Ansichten dargeboten werden, ebenso wie von interaktiven Spielformen (Gamification). Auch virtuelle Welten (VR), in die man vollständig eintauchen kann, und virtuelle Inhalte, die unsere Realität erweitern (Augmented Reality, AR), werden im Web 3.0 eine zentrale Rolle spielen. Tim Cook, CEO des Apple-Konzerns, sendete vor wenigen Wochen ein klares Signal an die Technologiegemeinde: “Ich bin begeistert von AR. Meiner Meinung nach ist dies das nächste große Ding und es wird unser ganzes Leben durchdringen”, so Cook.

Das Next Big Thing der CSR-Kommunikation?

Aber gilt das auch für die CSR-Kommunikation? Diese Frage stellen wir im Rahmen des Ende 2019 gestarteten interdisziplinären Forschungsprojektes “Immersive Storyworlds in Sustainability Communications”. An dem Projekt wirken Wissenschaftler und Praktiker aus den Bereichen Journalismus, Unternehmenskommunikation, Marketing, Medien und Design sowie Psychologie und Management mit. Unsere zentrale Fragestellung: Welches Potenzial haben neue Storytelling-Formate in der CSR-Kommunikation und inwiefern werden diese bereits genutzt?

Prof. Dr. Sebastian Pranz (Macromedia – Causalux Fotografie)

Neu ist die Idee der ergänzten (‘augmented’) oder virtuellen Realität freilich nicht, bereits seit knapp drei Jahrzehnten wird zunehmend intensiv über mögliche Anwendungen und Vorteile von AR und VR diskutiert. Inzwischen ist die Technologie über schnelle Prozessoren und leistungsstarke Kameras längst in der Smartphone-Realität angekommen – und damit in der Mitte unserer medialen Alltagswelt. Dies zeigt die Suchmaschine Google, die seit dem letzten Jahr ausgewählte Suchergebnisse auch in AR darstellt.

Was gibt es also zu gewinnen, wenn man in diese Technik investiert? Studien (1) zeigen, dass AR das Erlebnis der Nutzer steigern kann und prinzipiell auf den Unterhaltungswert von Inhalten einzahlt. Gleichzeitig lassen sich komplexe Themen unter Umständen besser darstellen. Dies zeigt ein Beitrag der New York Times, die kürzlich einen Bericht über Feinstaubbelastung mit AR-Inhalten anreicherte: Wer der App den Zugriff auf die Kamera des Smartphones erlaubt, kann sich die Feinstaubbelastung der schmutzigsten Städte der Welt als dreidimensionale Visualisierung ins Wohnzimmer holen.


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Autoren

Prof. Dr. Riccardo Wagner und Prof. Dr. Sebastian Pranz lehren und forschen an der Macromedia Hochschule

(1) Rauschnabel P.A. (2018) A Conceptual Uses & Gratification Framework on the Use of Augmented Reality Smart Glasses. In: Jung T., tom Dieck M. (eds) Augmented Reality and Virtual Reality. Progress in IS. Springer, Cham

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