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Mexiko: Zweiter Schmetterlings-Schützer ermordet

Aktivisten kämpften gegen illegale Abholzung

Mexiko-Stadt (AFP) – Zum zweiten Mal binnen weniger Tage ist in Mexiko ein als Schmetterlings-Schützer bekannter Umweltaktivist ermordet worden. Die von Schlägen gezeichnete Leiche von Raúl Hernández Romero sei am Samstag im Bundesstaat Michoacán gefunden worden, teilte die Staatsanwaltschaft nun mit. Seine Frau hatte ihn fünf Tage zuvor als vermisst gemeldet.

Die Staatsanwaltschaft erklärte am Montag, an Hernández Romeros Leiche seien Verletzungen an unterschiedlichen Körperteilen festgestellt worden, darunter eine mit einem scharfen Gegenstand beigebrachte Kopfverletzung. In Michoacán war kurz zuvor in einem Brunnen die Leiche des bekannten Aktivisten Homero Gómez González entdeckt worden – rund zwei Wochen, nachdem er als vermisst gemeldet worden war.

Beide Aktivisten hatten sich für den Monarchfalter eingesetzt, der jedes Jahr von den USA und Kanada bis zu 4500 Kilometer zurücklegt, um im Süden zu überwintern. Die Schmetterlings-Schützer fordern ein Ende der illegalen Abholzung der Wälder in Michoacán, wo die Monarchfalter häufig Schutz vor der Kälte suchen.

Der Bundesstaat ist Hochburg einer Reihe krimineller Banden, die auch um Anteile am lukrativen Holzhandel kämpfen. Beobachter sehen einen Zusammenhang mit der Ermordung der beiden Tierschützer.

Der Monarchfalter (Danaus plexippus) ist nicht nur wegen der Abholzung von Wäldern bedroht. Auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie der Klimawandel setzen dem Schmetterling mit den orange-schwarz-weiß gezeichneten Flügeln zu.

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