Energie Nachrichten

Riesige Kohlemine Carmichael seit Jahren stark umstritten

Proteste gegen Adani 2017: “20171017-StopAdani-Downer-Somerton” von John Englart, CC BY-SA 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Australien: Indischer Adani-Konzern will bis zu 60 Millionen Tonnen jährlich fördern

Berlin (AFP) – Die australische Carmichael-Kohlemine im nordöstlichen Bundesstaat Queensland ist seit Jahren umstritten. Der indische Adani-Konzern will dort zunächst 27 Millionen Tonnen Kohle jährlich, langfristig sogar bis zu 60 Millionen Tonnen pro Jahr fördern – das könnte die bereits hohen Kohleexporte Australiens um 20 Prozent steigern. Die im Tage- und Untertagebau gewonnene Kohle soll über 189 Kilometer per Zug zum Kohlehafen Abbot Point gebracht und dann nach Indien verschifft werden. Siemens soll die Signalanlagen für diese geplante Schienenstrecke liefern und hat angekündigt, an dem umstrittenen Auftrag für die australische Kohlemine festhalten zu wollen.

Abbot Point liegt in der Nähe des weltberühmten Great Barrier Reefs. Befürworter argumentieren, die Mine bringe tausende Arbeitsplätze nach Queensland. Umweltschützer warnen, die Verbrennung der Kohle in Indien und China werde die Klimaerwärmung verschlimmern; zudem seien vor Ort zahlreiche Tierarten bedroht.

Die Regierung von Queensland hatte Mitte Juni die Genehmigung für den von Adani vorgelegten Plan zum Grundwasserschutz erteilt und damit die letzte große Hürde aus dem Weg geräumt. Adani kündigte die Aufnahme der vorbereitenden Arbeiten an. Adani-Chef Gautam Adani hatte die Kohleförderung im Juli verteidigt: Die erneuerbare Energie sei gut fürs Land, “aber sie deckt unser Grundbedürfnis nicht”.

Aktualisierung am 13.01.2020

Hinterlassen Sie einen Kommentar