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177 weitere Unternehmen treten Bündnis für 1,5-Grad-Ziel bei

L.W. auf Unsplash

Auch Beiersdorf und Henkel wollen bis 2050 klimaneutral werden

Madrid (AFP) – Bei der UN-Klimakonferenz haben sich fast 180 weitere Unternehmen, darunter deutsche Konzerne wie Beiersdorf und Henkel, zu ehrgeizigen Emissionsminderungszielen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens verpflichtet. Mit dem Beitritt von 177 Unternehmen sei das Bündnis bereits mehr als doppelt so groß wie bei seiner Gründung beim UN-Klimagipfel im September in New York, teilte die We Mean Business Coalition am Mittwoch zusammen mit den Vereinten Nationen in Madrid mit.

Die Unternehmen verpflichten sich, ihre Klimaziele im Einklang mit der Vorgabe des Pariser Abkommens zu formulieren, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Bis spätestens 2050 wollen die Unternehmen klimaneutral werden.

Damit die Versprechen eingehalten werden, müssen die Unternehmen ihre Zielsetzungen auf wissenschaftlicher Grundlage ausarbeiten lassen und der Science Based Targets initiative (SBTi) vorlegen. Diese untersucht dann unabhängig, ob die Firmenprogramme aus wissenschaftlicher Sicht mit dem Pariser Abkommen im Einklang sind.

Die nun beigetretenen 177 Unternehmen mit Firmensitzen in 36 verschiedenen Ländern beschäftigten 5,8 Millionen Menschen und seien in 36 verschiedenen Wirtschaftszweigen tätig, hieß es in der Mitteilung. Gemeinsam hätten sie einen Marktwert von mehr als 2,8 Billionen Dollar (2,5 Billionen Euro). Derzeit sei ihr jährlicher direkter Treibhausgasausstoß so hoch wie die jährlichen CO2-Emissionen Frankreichs.

Neben den Konsumgüterherstellern Beiersdorf und Henkel gehören zu dem Bündnis auch eine Siemens-Tochter für erneuerbare Energien, die Getränkeriesen Ambev und Carlsberg, aber auch die Luftfahrtunternehmen Iberia und International Airlines Group (IAG).

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