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Gefährlich für Klima und Luftqualität

Spencer Pugh auf Unsplash

Umweltbundesamt beklagt seit Jahren zu hohe Stickstoffeinträge in der Landwirtschaft

Dessau (AFP) – Das Umweltbundesamt hat den jahrzehntelangen Stickstoffüberschuss in der Landwirtschaft beklagt. Insgesamt liege der durchschnittliche Überschuss der Flächenbilanz bei 77 Kilogramm pro Hektar und sei seit 20 Jahren praktisch unverändert, teilte das Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau am Dienstag mit. Die hohe Stickstoffzufuhr sei durch Dünger wie Gülle und Mineraldünger zustande gekommen. Außerdem steige die Belastung durch Gärreste aus der Biogaswirtschaft.

Das Umweltbundesamt warnte, im Übermaß ausgebrachter Stickstoff beeinträchtige Gewässer, Klima, Luftqualität und Biodiversität erheblich. Die Landwirtschaft setzt Stickstoffdünger zur Ertragssteigerung ein. “Diese Situation hat Deutschland durch Untätigkeit selbst verschuldet”, erklärte Umweltbundesamt-Präsidentin Maria Krautzberger.

Im vergangenen Jahr hatte der Europäische Gerichtshof geurteilt, dass Deutschland gegen die europäische Nitratrichtlinie verstößt. Die Bundesregierung hatte sich darauf auf eine Verschärfung der Düngemittelverordnung verständigt.

Ende September schickten das Bundeslandwirtschaftsministerium und das Bundesumweltministerium entsprechende Vorschläge zur Anpassung der Düngeverordnung nach Brüssel. Umweltschützer kritisierten die Vorschläge als unzureichend, Landwirten gehen sie dagegen zu weit.

Die aktuelle Veröffentlichung des Umweltbundesamtes >> im Internet

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