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Firmen sehen Korruption in EU als “weit verbreitet”

janeb13 auf pixabay

Umfrage zeigt deutlichen Rückgang in Deutschland

Brüssel (AFP) – Korruption ist aus Sicht von Firmen weiter in der Mehrheit der EU-Staaten ein großes Problem. In 18 der 28 EU-Staaten gibt die Mehrheit der Unternehmen an, dass Korruption “weit verbreitet” ist, wie eine am Montag veröffentlichte Befragung im Auftrag der EU ergab. Deutschland schneidet deutlich besser ab – aber auch dort sahen 31 Prozent der Unternehmen Korruption “sehr” oder “ziemlich” weit verbreitet.

Dies war für Deutschland allerdings eine deutliche Verbesserung. Denn bei der letzten derartigen Befragung 2017 hatten noch 56 Prozent der Firmen angegeben, dass Korruption weit verbreitet sei.

Im EU-Schnitt sind nun 63 Prozent der befragten Unternehmen dieser Meinung. Auch hier zeige sich eine “Abwärtsbewegung”, erklärte die EU-Kommission. Denn 2013 vertraten diese Meinung noch 75 Prozent und 2017 rund 67 Prozent.

Besonders hoch sind die Einschätzung zur Korruption in Rumänien, Griechenland, Portugal, Kroatien, Italien und Slowenien. Dort gaben mindestens neun von zehn Firmen an, dass Korruption weit verbreitet ist. In Rumänien waren es sogar 97 Prozent, in Griechenland 95 Prozent.

“Korruption untergräbt die Demokratie und die Rechtstaatlichkeit” und damit “die Grundlage der europäischen Gesellschaften”, erklärte EU-Innenkommissarin Ylva Johansson. Es gebe “wichtige Fortschritte” bei ihrer Bekämpfung, “es bleibt aber mehr zu tun”. Für die Eurobarometer-Erhebung wurden durch das Institut Kantar im Oktober über Telefon-Interviews bei 7722 Firmen geführt, davon 301 in Deutschland.

Die Erhebung >> im Internet

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