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Nachhaltige Führung braucht Persönlichkeiten – 15 Young Leaders stellen ihre Projekte vor

Potsdam > Fachwissen, Praxiserfahrung und Persönlichkeit brauchen junge Führungskräfte, um Nachhaltigkeit in ihren Berufsfeldern zu gestalten. Diese Erkenntnis zog sich als roter Faden gestern in Potsdam durch die Veranstaltung „Nachhaltigkeit braucht Führung“, bei der 15 Teilnehmende des Praxis- und Qualifizierungsprogramms Young Leaders for Sustainability (YLS) ihre Projektergebnisse der letzten sieben Monate vorstellten. Aus persönlicher Erfahrung berichtete dazu Barbara Wieler von PricewaterhouseCoopers in ihrer Key Note. Wieler wirkte an der Verankerung von Climate Change Beratung in ihrem Unternehmen mit, als das Thema noch nicht in aller Munde war. Dialog- und Kooperationsfähigkeit, Hartnäckigkeit, eine persönliche Werthaltung sowie die Fähigkeit, kleine Schritte annehmen zu können, sind nach ihrer Erfahrung persönliche Voraussetzungen, um bei der Verankerung von Nachhaltigkeitsstrategien erfolgreich zu sein.

Um die Entwicklung solcher Kompetenzen ging es für die 15 Nachwuchsführungskräfte, die von April bis November bei Partnerunternehmen von YLS in verschiedenen Branchen zusammenarbeiteten. Gestern stellten sie ihre Projekte in drei gemeinsamen Präsentationen zu den Themenblöcken „Energieeffizienz und Ökologie“, „Sozialstandards und Verantwortung in der Wertschöpfungskette“ sowie „Multi-Stakeholder-Dialoge“ vor. Etwa 60 Gäste aus regionalen und internationalen Unternehmen, darunter CSR- und HR-Spezialisten sowie Vertreter der Partnerunternehmen von YLS, verfolgten die Präsentationen.

Young Leaders for Sustainability unterstützt junge Menschen dabei, Führungskompetenz für Nachhaltigkeit aufzubauen: Sie lernen „on the job“, wie Wertschöpfung in globalen Märkten nachhaltig gestaltet werden kann. In begleitenden Seminaren und Coachings sind die persönliche Haltung und die eigene Rolle, langfristiges Denken, die Bereitschaft, globale Zusammenhänge zu verstehen, die Sensibilität für Zukunftstrends und die Fähigkeit, Nachhaltigkeit in konkrete wirtschaftliche Chancen für das Unternehmen zu übersetzen, wichtige Elemente. Die Bausteine Change Management, Dialogansatz, Umgang mit Krisen und Konflikten, Arbeiten in dynamischen Kontexten sowie Kommunikationstrainings „sollen die Young Leaders for Sustainability zu Führungskräften machen, die Veränderungen als Chance sehen und aus Chancen konkrete Handlungen machen“, beschreibt Petra Künkel, Vorstandsvorsitzende des Collective Leadership Institute e.V., den Anspruch des Programms.

Die im Jahr 2005 gegründete Non-Profit-Organisation arbeitet in den Bereichen „Cross-Sector-Cooperation“ (Branchen und Sektoren übergreifende Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Entwicklungszusammenarbeit) und „Leadership for Sustainability“. Das YLI bietet dazu Weiterbildungskurse, Forschung und Beratung zu Ergebnis orientierter Umsetzung von Stakeholder Dialogen und Sektoren übergreifenden Entwicklungspartnerschaften an und initiiert eigene Projekte und Programme zur Verankerung von Nachhaltigkeitskompetenz in Unternehmen. Partner für die diesjährigen Unternehmenspraktika der 15 Young Leaders waren die Otto Group, GTZ, Tchibo, Kuoni, memo AG, Systain Consulting, BASF, 4C Association, Hessen Forst, OtterWasser und Energiebau Solarstromsysteme.

Weitere Informationen im Internet:
www.youngleadersforsustainability.de


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