Werbung


Friday, December 9th, 2016
Ip access





AccountAbility 1000
Aktionsplan CSR der Bundesregierung
Anspruchsgruppen
Arbeitsschutz
Audit
Ausbildung (CSR-universitär)
Barrierefreiheit
Bürgerstiftung
Beratung
Berichterstattung
Betriebliche Sozialarbeit
Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)
Biodiversität
Bundesregierung
Business Social Compliance Initiative (BSCI)
Carbon Disclosure Project
Cause-Related Marketing
Code of Conduct
Compliance
Controlling
Corporate Citizenship
Corporate Governance
Corporate Responsibility
Corporate Social Responsibility
Corporate Volunteering
Cradle-to-Cradle
Creating Shared Value
CSR Initiative Rheinland
CSR-Manager
CSR-Preis der Bundesregierung
Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK)
Diversity Management
Dow Jones Sustainability Index
Eco Design
Ehrbarer Kaufmann
EMAS
Energieeffizienz
Equator Principles
ESG (Environmental, Social, Governance)
Familienfreundlichkeit
Förderprogramm „Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand“
FTSE4Good
Gemeinwesen & Unternehmen
Global Compact der Vereinten Nationen
Global Reporting Initiative
Globalisierung
Green IT
Greenwashing
Impact
Indikatoren
Inklusion
Integrierte Berichterstattung
International Labour Organization (ILO)
ISO 14001
ISO 26000
Kampagnen
Kommunikation
Konfliktrohstoffe
Konsum
Korruption
Kreislaufwirtschaft
Label
Lebenszyklusanalyse
Leitlinie
Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte
Lieferketten (nachhaltige)
Lobbying (Responsible)
LOHAS
Marketing nachhaltiges
Marktplatz-Methode
Media Responsibility
Menschenrechte
Millenniumziele
Mitarbeitermotivation
Mobilität, nachhaltige
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeits-Berichterstattung
Nachhaltigkeitsberatung
Nachhaltigkeitsmanager
Nachwachsende Rohstoffe
Ökoeffizienzanalyse
Ökologie
OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen
OHSAS 18001
ONR 192500 „Gesellschaftliche Verantwortung von Organisationen – CSR“
Palmöl
Principles of Responsible Investment (PRI)
Pro bono
Product Carbon Footprint
Produktlebenszyklusmanagement
Public Private Partnership (PPP)
Public Relations nachhaltige
Qualifizierung (CSR, berufsbegleitend)
Recycling
Reputation
Ruhestandsvorbereitung
Sedex
Shared Value
Shareholder Engagement
Social Entrepreneurship
Social Media und CSR-Kommunikation
SRI (Socially Responsible Investment)
Stakeholder
Stakeholder-Dialog
Stoffpolitik
Strategie
Supply Chain (Sustainable)
Sustainable Balanced Scorecard
Technologiefolgenabschätzung
Tripple Bottom Line
Unfallschutz
Unternehmensethik
Unternehmenskooperation
Unternehmenskultur
Unternehmensverantwortung
Unternehmenswerte
Verantwortung
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
von Carlowitz, Hans Carl
Wasser-Fußabdruck
Weiterbildung
Weiterbildung (CSR, berufsbegleitend)
Weiterbildung (CSR-universitär)
Weltethos
Werte
Wohlstand
Work-Life-Balance
Zertifizierung



Werbung




Use CSR NEWS also through the following services designed for your needs:


Daily News per Email


Weekly News per Email


Become CSR NEWS-Friend
on Facebook !


CSR NEWS updates
through Twitter


RSS-Feeds



Stichwort: Lieferketten (nachhaltige)

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Ein erfolgreiches Lieferkettenmanagement ist Voraussetzung für erfolgreiches Unternehmertum – und dehnt zugleich den unternehmerischen Verantwortungsbereich erheblich aus: Die Verfügbarkeit und Qualität von Ressourcen und Produkten, Innovationspotential und Kostenstruktur sowie Reputationswerte und –risiken hängen am Lieferkettenmanagement. Lieferketten umspannen die ganze Welt; nicht selten besteht ein Produkt aus Materialien und Halbfertigteilen, die um den ganzen Globus gereist sind. Dabei tragen Unternehmen eine Mitverantwortung für Arbeits- und Umweltauswirkungen der Produktion dieser Waren. Katastrophen wie der Einsturz eines Fabrikkomplexes in mit über 1.100 Toten im Jahr 2013 haben die Öffentlichkeit ebenso für diesen Bereich unternehmerischer wie etwa das Engagement von Umweltschutzorganisationen zu Themen wie der Urwaldzerstörung durch die Palmölproduktion in .

1. Soziale Verantwortung

In Bezug auf die soziale Verantwortung lassen sich vielseitige Herausforderungen identifizieren:

  • Arbeitsstättensicherheit (z.B. Textilfabriken in Bangladesch);
  • Arbeitsschutz (z.B. Umgang mit Chemikalien bei Asiens Ledergerbern);
  • Arbeitszeit (z.B. in Asiens Elektronikindustrie);
  • (z.B. Bestechungsgeldzahlungen);
  • Diskriminierung (z.B. homosexueller Menschen in );
  • Kinderarbeit (z.B. auf westafrikanischen Kakaoplantagen);
  • Löhne (sogenannte „living wages“ sind in vielen Länder Afrikas und Asiens ein Thema);
  • Versammlungsfreiheit (die etwa in China nicht vorgesehen ist);
  • Zwangsarbeit ( etwa in Form des Sumangali – Brautgelderwerb – in Indien).

2. Ökologische Verantwortung

Im Zuge der Globalisierung haben Unternehmen Umweltbelastungen ausgelagert: Während etwa in Deutschland die Wasserqualität eine deutliche Verbesserung erlebt hat, belastet die industrielle Produktion heute Gewässer in . Zur ökologischen Verantwortung zählen

  • Anlagensicherheit (verbindet sich für viele mit der Chemie-Katastrophe im indischen Bhopal im Jahr 1984);
  • Klima (hier steht insbesondere die Logistik im Fokus);
  • Landnutzung (Konflikte werden aus aller Welt gemeldet, etwa bei der Erschließung von Kaffeeplantagen in Afrika);
  • Ressourcen (z.B. die Reduzierung der Biodiversität durch großflächige einseitige Landnutzung);
  • Schadstoffe (etwa die Diskussion um den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft);
  • Wasser (Wasserverbrauch spielt ebenso in der Landwirtschaft eine große Rolle – etwa beim Baumwollanbau).

3. Beschaffungsstufen

Zudem lassen sich Umwelt- und Sozialrisiken nach Beschaffungsstufen betrachten:

  • Rohwaren (z.B. Baumwollanbau);
  • Verarbeitung (z.B. Textilproduktion);
  • Verpackung (z.B. Verpackungsmüll);
  • Transport (z.B. CO2-Ausstoß).

4. Lieferkettenmanagement

Ein nachhaltiges Lieferketten lässt sich nur gemeinsam mit der Einkaufsabteilung umsetzen. Wesentlich erleichtert und gefördert wird es durch langfristige Lieferantenbeziehungen.

  • Analyse (z.B. des Länder- und Branchenrisikos);
  • Strategie- und Maßnahmenplanung (z.B. Beschaffungsrichtlinien und Verhaltenskodizes);
  • Umsetzung (z.B. durch Lieferantenselbstbewertungen, Audits, Zertifikate und Lieferantenschulungen);
  • Monitoring & Reporting (z.B. durch entsprechende und deren Aufnahme in den Nachhaltigkeitsbericht).

4. Regulierung & Standards

Eine wachsende Zahl an Regulierungen und Standards verpflichten Unternehmen und erleichtern zugleich die Orientierung in Bezug auf ein nachhaltiges Lieferkettenmanagement. Dazu zählen insbesondere:

  • UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UN Guiding Principles on Business and Human Rights), auch “Ruggie Framework” genannt (zur Reichweite der unternehmerischen Verantwortung für die Wahrung der Menschenrechte);
  • ILO-Kernarbeitsnormen (darunter das Verbot der Zwangsarbeit, der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf sowie die Einhaltung von eines Mindestalters für Beschäftigte und die Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit);
  • UN-Kinderrechtskonvention (Convention on the Rights of the Child);
  • ISO Standards zu Qualitäts-, Umwelt und Energiemanagement DIN EN ISO 9001, 14001, 50001;
  • SA8000 (internationaler Standard zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen);
  • Global Compact der Vereinten Nationen oder UN Global Compact (UNGC) (benennt zehn universell anerkannte Prinzipien, auf die sich Unternehmen verpflichten und zu deren Umsetzung diese Unternehmen berichten).

5. (Branchen-) Initiativen

Viele Herausforderungen in der Lieferkette lassen sich nicht von einzelnen Unternehmen lösen. Hier greifen Brancheninitiativen und branchenübergreifende Initiativen, als Multistakeholder-Organisationen (Runde Tische) oder als Industrieinitiativen organisiert. Die Beispiele für solche Lieferketten-Initiativen sind vielfältig, dazu zählen:

  • Better Cotton Initiative (BCI) – Multistakeholder-Initiative im Baumwollsektor;
  • Business Social Compliance Initiative (BSCI) – Initiative des Handels;
  • Electronic Industry Citizenship Council (EICC) – Lieferketten-Initiative der Elektronikindustrie;
  • Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) – Transparenz-Initiative der Öl-, Gas- und Minenindustrie;
  • FLA Workplace Code of Conduct für faire Arbeitsbedingungen;
  • Global e-Sustainability Initiative (GeSI) – Verantwortungsinitiative der Informations- und Telekommunikationsbranche;
  • GlobalG.A.P. im Agrarsektor;
  • Global Social Compliance Programme (GSCP) – Industrie-Initiative zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsstandards in der Lieferkette;
  • ICTI CARE Process der Spielwaren-Industrie;
  • Pharmaceutical Initiative (PSCI) der Pharmaindustrie;
  • Roundtable for Sustainable Palmoil (RSPO) im Palmölsektor;
  • Sustainable Agriculture Initiative (SAI) im Agrarsektor
  • Sustainable Natural Rubber Initiative (SNR-I) im Sektor natürliches Gummi/Kautschuk;
  • Together for Sustainability (TfS) der chemischen Industrie.

6. Digitale Plattformen und Software

Das nachhaltige Management der Lieferkette erleichtern zahlreiche digitale Plattformen und Software-Angebote. Diese zielen u.a. darauf ab, Unternehmen Nachhaltigkeitsinformationen zu Lieferanten verfügbar zu machen. Zu nennen sind bei Software- und Plattformlösungen z.B. Achilles, EcoVadis, Electronics – Tool for Accountable Supply Chains (E-TASC); Fair Factories Clearinghouse, Intertek GSM, NQC, Sedex, SupplyShift und WRAP Factory Certification.

7. Reporting

Umfangreiche Dokumentationspflichten zur Lieferkette ergeben sich im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung. So werden diese etwa durch die Standards der Global Reporting Initiative (GRI) abgefragt. Der aktuelle Standard GRI 4 enthält spezifische, die Lieferkette betreffende Indikatoren. Unterzeichner des UN Global Compact werden zudem im Rahmen ihres Fortschrittsberichtes (Communication on Progress – COP) zur Lieferkettenverantwortung berichten.

8. Transparenz

Eine besondere Aufmerksamkeit und eine kontroverse Diskussion erfährt das Thema “transparente Lieferketten”: Zu den Vorreitern zählt der Lebensmittelsektor, zu den Treibern zählen manche Handelsketten. Vorreiter gibt es unter den Markenunternehmen, so legt etwa PUMA seine Zulieferer offen. Plattformen wie respect-code.org erleichtern die transparente Darstellung von Lieferketten gegenüber Endverbrauchern. Andere Unternehmen argumentieren, dass in der Beherrschung der eigenen Lieferkette ein unverzichtbarer und nicht preiszugebender Wettbewerbsvorteil liege oder dass Lieferketten zu komplex für eine transparente Darstellung über den unmittelbaren Zulieferer (Tier 1) hinaus seien.

9. Literatur

  • B.A.U.M. e.V.: B.A.U.M.-Jahrbuch 2015: in der Lieferkette, München 2015
  • Winistörfer, Herbert u.a.: Management der sozialen Verantwortung in Unternehmen. Leitfaden zur Umsetzung. München 2012

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Zitierweise:
Achim Halfmann (2015): Lieferketten (nachhaltige), in: CSR NEWS, Zugriff am 09.12.2016, URL: http://csr-news.net/main/?p=61972


WEITERFÜHRENDE EXTERNE LINKS

econsense Diskussionsbeitrag: Ansätze für Lieferantenabfrage und -management (Juli 2014)
Kompass Nachhaltigkeit
UN-Kinderrechtskonvention im Wortlaut mit Materialien
Nachhaltigkeit in der Lieferkette - ein Leitfaden zur kontinuierlichen Verbesserung (UN Global Compact, BSR)
Verantwortungsvolles Wirtschaften entlang der Lieferkette (respACT KMU-Broschüre)



CSR NEWS ZUM THEMA

Nachhaltigkeit braucht transparente Lieferketten: ein Video-Kommentar
Europaparlament fordert transparente Lieferketten in der Textilindustrie
„Gläserne“ Lieferketten: respect-code.org
G4-Reporting zur Lieferkette – erste Erfolge in DAX und EURO STOXX
Nachhaltige Lieferketten
Telekom: Nachhaltige Lieferketten im Schulterschluss mit Einkauf, Zulieferern und der Branche
Bei G7 nachhaltige Lieferketten vereinbaren
Keine Garantie für höhere Sozialstandards in der textilen Lieferkette
CDP – Klima- und Wasserrisiken in der globalen Lieferkette
CSR People: Fabian Hürlimann zu den Herausforderungen eines nachhaltigen Lieferkettenmanagements
Menschenrechte und Nachhaltigkeitsstandards in den Lieferketten gehören zusammen
Kunden fordern nachhaltigere Lieferkette
Nachhaltigkeit in der Lieferkette – eine Chance
CSR-Forschung: Ethisches Unternehmerhandeln im Spannungsfeld zwischen Kundenerwartungen und Lieferkettenmanagement
CDP-Klimaschutzranking: Emissionen in der Lieferkette bleiben Herausforderung
Transparente Lieferkette für Fisch und Fleisch
Nachhaltige Lieferketten und umweltbezogene Produktkonformität
Fahrzeugbauer vernachlässigen Lieferkette: Praktiker diskutieren auf EBEN-Konferenz
Kaffeereport 2014 – Fairer Handel entlang der Lieferkette
Nachhaltigkeit in der Bekleidungsindustrie – Herausforderung Lieferkette
MEHR >>>







INFORMATION DESK





AUTOR/ AUTORIN:

Achim Halfmann

Geschäftsführender Redakteur bei CSR NEWS


EMAIL an den Autor/ die Autorin



WEITERFÜHRENDE
EXTERNE LINKS

econsense Diskussionsbeitrag: Ansätze für Lieferantenabfrage und -management (Juli 2014)
Kompass Nachhaltigkeit
UN-Kinderrechtskonvention im Wortlaut mit Materialien
Nachhaltigkeit in der Lieferkette - ein Leitfaden zur kontinuierlichen Verbesserung (UN Global Compact, BSR)
Verantwortungsvolles Wirtschaften entlang der Lieferkette (respACT KMU-Broschüre)


CSR NEWS ZUM THEMA

Nachhaltigkeit braucht transparente Lieferketten: ein Video-Kommentar
Europaparlament fordert transparente Lieferketten in der Textilindustrie
„Gläserne“ Lieferketten: respect-code.org
G4-Reporting zur Lieferkette – erste Erfolge in DAX und EURO STOXX
Nachhaltige Lieferketten
Telekom: Nachhaltige Lieferketten im Schulterschluss mit Einkauf, Zulieferern und der Branche
Bei G7 nachhaltige Lieferketten vereinbaren
Keine Garantie für höhere Sozialstandards in der textilen Lieferkette
CDP – Klima- und Wasserrisiken in der globalen Lieferkette
CSR People: Fabian Hürlimann zu den Herausforderungen eines nachhaltigen Lieferkettenmanagements
Menschenrechte und Nachhaltigkeitsstandards in den Lieferketten gehören zusammen
Kunden fordern nachhaltigere Lieferkette
Nachhaltigkeit in der Lieferkette – eine Chance
CSR-Forschung: Ethisches Unternehmerhandeln im Spannungsfeld zwischen Kundenerwartungen und Lieferkettenmanagement
CDP-Klimaschutzranking: Emissionen in der Lieferkette bleiben Herausforderung
Transparente Lieferkette für Fisch und Fleisch
Nachhaltige Lieferketten und umweltbezogene Produktkonformität
Fahrzeugbauer vernachlässigen Lieferkette: Praktiker diskutieren auf EBEN-Konferenz
Kaffeereport 2014 – Fairer Handel entlang der Lieferkette
Nachhaltigkeit in der Bekleidungsindustrie – Herausforderung Lieferkette

Lieferketten (nachhaltige)
in CSR-SEARCH.NET >>>





© 2005- | CSR NEWS GmbH | CSR NEWS ist ein Projekt des Vereins Unternehmen - Verantwortung - Gesellschaft e.V.
Contact: editors@csr-news.net | Phone: +49 (0) 2192 – 8546458
Disclaimer | Legal Notice | Powered by WordPress | 2.707 seconds | web design by kollundkollegen.