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Stichwort: Nachhaltigkeit

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ist eine systeminterne Verhaltensdisposition komplexer kybernetischer Systeme (Populationen, Märkte, Gesellschaften, Ökosysteme). In nachhaltigen Systemen reproduzieren sich deren einzelne Elemente und Sub-Systeme so, dass das System kontinuierlich und beständig aufrechterhalten wird. Verhalten sich einzelne Elemente oder Sub-Systeme eines Systems nicht nachhaltig, reagiert das System zyklisch.

Aus Sicht der Unternehmensführung sind vier Begriffe der Nachhaltigkeit zu differenzieren: lineare, zyklische, systemische und ethische Nachhaltigkeit. [1]

1. Lineare Nachhaltigkeit

Lineare Nachhaltigkeit ist das kybernetische Prinzip einer systemstabilisierenden Prozessgestaltung. Ursprünglich entwickelt wurde es in der Forstwirtschaft [2]. Dort wird der jährliche Hieb mit Blick auf bestehende Bodenqualitäten, Klima- und Wachstumsbedingungen so gestaltet, dass die Ressourcenbasis uneingeschränkt abgesichert bleibt und die Holzernte über die Jahre kontinuierlich und beständig aufrechterhalten wird. Lineare Nachhaltigkeit zieht ihre Kraft aus der Absicherung reziproker Nutzen und Bedürfnisse und beruht auf der Einsicht, dass die Ressourcenbasis aller endlichen Systeme begrenzt ist. Linear nachhaltige Systeme folgen dem kybernetischen Prinzip einer Systemstabilisierung, bei der die Subsysteme aus dem Gesamtsystem nur maximal so viele Ressourcen entnehmen, wie in den natürlichen Prozessen des Gesamtsystems nachwachsen.

2. Zyklische Nachhaltigkeit

Zyklische Nachhaltigkeit ist das kybernetische Prinzip evolutionärer Populationsentwicklungen. Im Schumpeterschen Sinn der „schöpferischen Zerstörung“ [3] beschreibt das kybernetische Prinzip der zyklischen Populationsentwicklung die Grundlagen, Bedingungen und Grenzen der Ausdifferenzierung von Märkten und Produkten. Auch die Ausbildung von Preisen im Spiel von Angebot und Nachfrage sowie die Entwicklungsdynamik gesellschaftlicher Prozesse und die evolutionäre Ausdifferenzierung von Ökosystemen wird durch das Prinzip der Zyklizität erklärt. Zyklische Nachhaltigkeit resultiert aus der Volatilität von Unternehmen und Märkten, die als einzelne einem kontinuierlichen Auf und Ab unterliegen und in ihrem Aufstieg und Zerfall das übergeordnete System stabil halten. Zyklisch nachhaltige Systeme folgen dem kybernetischen Prinzip der Populationsdynamik. Darin wird die Stabilität des Gesamtsystems aufrechterhalten durch reziproke Rückkopplungsschleifen, in denen die einzelnen Subsysteme einem kontinuierlichen auf und ab unterliegen. Zerstören Elemente und Subsysteme eines auf zyklischer Nachhaltigkeit aufgebauten übergeordneten Systems die Ressourcenbasis dieses Systems, kollabiert nicht nur das Subsystem, sondern auch das übergeordnete System (das Biotop, der Markt, das Familien- oder Gesellschaftssystem). Zyklisch nachhaltige Systeme gründen so in linear nachhaltigen Systemen.

3. Systemische Nachhaltigkeit

Systemische Nachhaltigkeit ist die Fähigkeit eines Systems, sich selbst möglichst langfristig abzusichern. Einziges Erfolgskriterium hierfür ist die Überlebensfähigkeit des eigenen Systems. Alle anderen Elemente des Gesamtsystems, beispielsweise unternehmensexterne Akteure und Ressourcen, dienen in der Perspektive der systemischen Nachhaltigkeit ausschließlich der Absicherung des Eigennutzens. Systemische Nachhaltigkeit ist die Fähigkeit einzelner sozialer Systeme (z.B. Unternehmen, Familien, Dynastien), sich auf Kosten aller anderen Elemente des übergeordneten Gesamtsystems langfristig zu erhalten.

4. Ethische Nachhaltigkeit

Ethische Nachhaltigkeit gründet im systemischen Bestreben, die eigene Überlebensfähigkeit durch Mehrwertstiftung innerhalb des Gesamtsystems abzusichern. Sie folgt der kybernetischen Systemlogik, dass in komplexen Umgebungssystemen nur solche Systeme überleben, die für ihr Umgebungssystem einen übergeordneten Gesamtnutzen stiften. Die Systemlogik der ethischen Nachhaltigkeit folgt so dem Prinzip der Ökologie. Dort sichern Subsysteme ihre Existenzfähigkeit dadurch ab, dass sie dazu beitragen, dass das Gesamtsystem intakt und überlebensfähig bleibt. Eigennutzenernten sind in dieser Sicht die Folge einer Fremdnutzenstiftung. Ethische Nachhaltigkeit ist die Fähigkeit einzelner sozialer Systeme, sich langfristig dadurch erfolgreich zu erhalten, dass sie das übergeordnete Gesamtsystem absichern. Ethische Nachhaltigkeit orientiert sich an der Organisation von Win-Win-Situationen. Sie erfordert den Blick für die Steigerung des Fremd- und Gesamtnutzens, der als „shared value“ [4] zur Absicherung des Eigennutzens dient. [5]

5. Literatur

  • [1] Glauner, Friedrich (2013): CSR und Wertecockpits. Mess- und Steuerungssysteme der Unter-nehmenskultur. (Springer) 2013.
  • [2] Carlowitz, Hans Carl von (1713): Sylvicultura Oeconomica. Hausswirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur Wilden Baum-Zucht. Reprint der zweiten Auflage von 1732 in der Reihe „Forstliche Klassiker“, hrsg. von Bernd Bendix Söllichau. (Kessel) Remagen-Oberwinter 2009.
  • [3] Schumpeter, Joseph A.: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. 2005.
  • [4] Porter, Michael E.; Mark R. Kramer: Shared Value. How to reinvent capitalism – and unleash a wave of innovation and growth. In: Harvard Business Review 1/2011, S. 62 – 77.
  • [5] Glauner, Friedrich (2015): Dilemmata der – von der zur . In: Schneider, Andreas/Schmidpeter, René (Hg.) (2015) Corporate Social Responsibility. (Springer) Berlin, Heidelberg 2. erw. Auflage , S. 237-251.

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Zitierweise:
Dr. Friedrich Glauner (2015): Nachhaltigkeit, in: CSR NEWS, Zugriff am 08.12.2016, URL: http://csr-news.net/main/?p=60261


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