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ARBEIT PLUS: das evangelische Arbeitgebersiegel

Seit dem Jahr 1998 bietet die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ein eigenes Arbeitgebersiegel: Mit ARBEIT PLUS soll in der Öffentlichkeit „positives unternehmerisches Verhalten wertgeschätzt werden“, sagt Pfarrer Falk Schöller aus dem EKD-Kirchenamt. Das Siegel stellt auch eine Antwort auf die Klagen von Unternehmensvertreter dar, die EKD habe außer Wirtschaftsschelte für Unternehmen nichts zu bieten.

Hannover (csr-news) – Seit dem Jahr 1998 bietet die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ein eigenes Arbeitgebersiegel: Mit ARBEIT PLUS soll in der Öffentlichkeit „positives unternehmerisches Verhalten wertgeschätzt werden“, sagt Pfarrer Falk Schöller aus dem EKD-Kirchenamt. Das Siegel stellt auch eine Antwort auf die Klagen von Unternehmensvertreter dar, die EKD habe außer Wirtschaftsschelte für Unternehmen nichts zu bieten.

Ein Schwerpunkt von ARBEIT PLUS liegt auf der Schaffung und dem Erhalt von Arbeitsplätzen. Weitere wichtige Themen sind die Übernahme von Auszubildende, die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung und der Umgang mit Beschäftigten aus der Generation 50plus sowie familienfreundliche Arbeitszeitmodelle.

Die Unternehmen werden einer Benchmarkanalyse unterzogen, verantwortet vom Institut für Wirtschafts- und Sozialethik (IWS) an der Universität Marburg. In einem ersten Schritt wird ein Fragebogen zu den letzten drei Jahren Personalarbeit vom Unternehmen ausgefüllt und durch das IWS ausgewertet. Auf dieser Grundlage führen Institutsmitarbeiter in einem zweiten Schritt Gespräche mit Arbeitgebern, Personalverantwortlichen und Arbeitnehmervertretern.

Für die Unternehmenspraxis bedeutsam ist der dritte Schritt, in dem Wissenschaftler und Unternehmensvertreter die Ergebnisse erörtern. Dabei geht es um ganz praktische Herausforderungen, etwa wie eine verantwortungsvolle Personalarbeit im Übergang von der Expansions- zur Stabilisierungsphase eines Unternehmens aussieht. Am Ende des Verfahrens werden nicht alle Bewerber mit dem Siegel ausgezeichnet, sondern diejenigen, die den Anforderungen von ARBEIT PLUS ausreichend entsprechen.

Alle zwei Jahre fand in Berlin eine zentrale Siegelvergabe an die Ausgezeichneten statt – in der Regel unter Mitwirkung des jeweiligen EKD-Ratsvorsitzenden. Zugleich werden viele Siegelvergaben als regionales Event begangen – etwa unter Beteiligung eines Landesbischofs. Ausgezeichnet werden auch kirchliche oder kirchennahe Arbeitgeber – etwa die Bank für Kirche und Diakonie. Aber nicht nur das: Die EKD zeichnete auch bereits die eigene Konkurrenz im Sozialleistungsbereich aus, was für manche kircheninterne Diskussion sorgte, berichtet Schöller.

Weitere Informationen im Internet:
www.arbeit-plus.de

CM14_Personalverantwortung


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