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Stichwort: Ökoeffizienzanalyse

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Bei der Ökoeffizienzanalyse werden ökologische mit ökonomischen Bewertungen verknüpft. Ökoeffizienzanalysen charakterisieren das Verhältnis zwischen Zielerreichung (möglichst wenig Umweltbelastung) und möglichst geringem finanziellen Mitteleinsatz. Das heißt: positiv beurteilt werden – z.B. bei der Herstellung eines Produkts – möglichst geringe Umweltauswirkungen und möglichst geringe Kosten. Besonders positiv bewertet wird aber eine Produktion mit der Kombination aus geringen Umweltbelastungen und geringen Kosten.

1. Element des Umweltcontrollings in Unternehmen

Die Ökoeffizienzanalyse ist ein Instrument des Umweltcontrollings. Ziel des Umweltcontrollings ist es, Umweltauswirkungen monetär auszudrücken oder zumindest finanzielle Aspekte im Zusammenhang mit Umweltbelastungen systematisch aufzuzeigen. Damit können Ziele und Maßnahmen zur Reduzierung ökologischer Auswirkungen in Unternehmen betriebswirtschaftlich begründet werden.
Ein prominentes Beispiel eines Wirtschaftsunternehmens, das die Ökoeffizienzanalyse anwendet, ist BASF, die ihre Methode zusammen mit dem Öko-Institut e.V. in entwickelt hat. Hierbei „wird der Lebensweg von Produkten oder von Herstellungsverfahren von der ‘Wiege bis zur Bahre’ verglichen”. Das heißt, für ein Produkt wird eine Ökobilanz gemäß DIN EN ISO 14040 und 14044 erstellt und in einem sog. Ökoeffizienz Portfolio mit den “Kosten, die bei der Produktherstellung oder –verwendung auftreten” verknüpft.

2. kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff

Hinter der Anwendung einer Ökoeffizienzanalyse steht kein Leitmotiv, dass das bestehende (nicht nachhaltige) Wirtschaften in Frage stellt, sondern „Kostenminimierung“. Und die Frage, „resultiert aus einer ökologischen und ökonomischen Effizienzsteigerung schon zwangsläufig die ?“ muss klar verneint werden.

Visualisierungen, wie das Ökoeffizienz Portfolio der BASF reduzieren die Ergebnisse der ökologischen und ökonomischen Bewertung, also Ökobilanz und Kostenbetrachtungen auf einen Wert auf einer x-, bzw. y-Achse. Solche Aggregationen zwängen nicht nur wissenschaftlich nicht miteinander vergleichbare Umweltwirkungskategorien in einen Kardinalwert, sondern reduzieren auch die notwendige Transparenz und Nachvollziehbarkeit solcher Analysen.
Trotzdem hat die Ökoeffizienzanalyse für die interne und externe einer umweltgerechten Produktion ihre Berechtigung und ihren Nutzen. Entscheidungsträger in Unternehmen wollen „mit vertretbarem Aufwand zu einem Gesamtüberblick der ökologischen und ökonomischen Ergebnisse […] gelangen. Dafür lässt sich die Ökoeffizienzanalyse gut einsetzen.


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Zitierweise:
Philipp Vogt (2014): Ökoeffizienzanalyse, in: CSR NEWS, Zugriff am 03.12.2016, URL: http://csr-news.net/main/?p=48944


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