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Was bringt ein globaler Reportingstandard? – Auftakt einer Serie zu den Leitlinien der Global Reporting Initiative


Friday, July 2nd, 2010
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© image / Bildnachweis

Was die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung besonders prägt, ist die Vielfalt der beteiligten Akteure: Unternehmen, die nicht nur mehr oder weniger zukunftsorientierte Produkte, sondern auch Arbeits- und Ausbildungsplätze bieten, Bürger, die als Kunden Kaufentscheidungen treffen, als Mitarbeiter Anforderungen stellen und als Wähler die Politik beeinflussen, Nichtregierungsorganisationen, die wachhundartig oder lösungsorientiert mit Forderungen an Unternehmen herantreten sowie die Politik, die durch Gesetze den Rahmen des marktwirtschaftlichen Handelns bestimmt. Eine nachhaltige Entwicklung erfordert das Zusammenwirken verschiedenster Akteure, um neue Lösungen für gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen zu ermöglichen.

Je mehr Akteure, desto mehr Transparenz ist nötig

Diese Vielfalt an Akteuren sowie die Komplexität der Risiken, von denen die Akteure in unterschiedlichem Maße und zu verschiedenen Zeitpunkten betroffen sind, macht Transparenz zu einem zentralen Prinzip der gesellschaftlichen Kommunikation. Denn nur wenn alle Akteure die Möglichkeit haben, sich über die Aktivitäten und den Einfluss anderer Organisationen auf gesellschaftliche und ökologische Themen zu informieren, kann eine nachhaltige Entwicklung effizient und effektiv verfolgt werden. Von Unternehmen sind deshalb Informationen über jene Themen und Indikatoren erforderlich, die die Auswirkungen ihres wirtschaftlichen Handelns – auf Umfeld, Umwelt und in der Lieferkette – abbilden. Diese Informationen sollen Stakeholdern, darunter auch Analysten und Investoren, helfen, eine Entscheidung zu treffen – für den Arbeitgeber, für die Anlage, für die Kooperation – ja, letztlich dafür, diesem Unternehmen sein Vertrauen zu schenken.

Weltweite Reportingleitlinien als Maßstab
Ein Maßstab für eine transparente Nachhaltigkeitsberichterstattung hat sich gegen Ende der 1990-er Jahre mit den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) etabliert. Die 1997 durch die „Coalition of Environmentally Responsible Economies“ in Partnerschaft mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) erarbeiteten Berichtsstandards setzten sich gegen anfänglich große Skepsis durch und wurden seither kontinuierlich weiterentwickelt. Heute sind sie das Ergebnis eines konsensorientierten und internationalen Dialogprozesses, an dem Unternehmen ebenso wie deren Stakeholder teilnehmen – von Investorengruppen über Arbeitnehmervertretungen bis hin zu Nichtregierungsorganisationen.

Was die Global Reporting Initiative ausmacht
Die Leitlinien der GRI helfen Unternehmen und anderen Organisationen weltweit, Berichte so zu erstellen, dass sie vergleichbar sind und den Anforderungen ihrer Stakeholder entsprechen. Zu den Standardangaben eines Berichts, der sich an GRI ausrichtet, zählen Angaben zur Organisation, zu ihren Managementansätzen sowie Auskunft zu einer Reihe von Nachhaltigkeitsindikatoren in den Bereichen Ökonomie, Ökologie, Produktverantwortung, Arbeitnehmerbedingungen, Menschenrechte und Gesellschaft. Zusätzlich zu den Standardleitlinien, die auf alle Organisationen und in allen Branchen anwendbar sind und derzeit in der dritten Überarbeitung vorliegen (G3), erarbeitet die GRI seit einigen Jahren so genannte Sector Supplements. Diese greifen branchenspezifische Nachhaltigkeitsthemen auf und entwickeln geeignete Berichtsindikatoren dafür.

Vergleichbarkeit als zentrales Kriterium
Die nach GRI durchgeführte Berichterstattung ermöglicht den Vergleich von Nachhaltigkeitsleistungen unter Unternehmen und anderen Organisationen – unabhängig von Größe, Standort oder Branche. Die Daten sollen außerdem einen Dreijahresvergleich innerhalb einer Organisation und zwischen verschiedenen Organisationen zulassen. Folglich ist ein Bericht umso transparenter, je umfassender die Informationen nach GRI offengelegt werden. Den Grad der Transparenz beschreiben die Anwendungsebenen A, B und C. Organisationen, die zu allen Indikatoren Angaben machen, erfüllen die Anforderungen für die Anwendungsebene A. Die Anwendungsebenen B und C stehen hingegen für die begrenzte Anwendung der Indikatoren. Welche Anwendungsebene gewählt wird, kann jede Organisation selbst entscheiden und deklarieren. Die Angabe über die Anwendungsebene kann man sich durch GRI bestätigt lassen, der Bericht darf dann das Zeichen „GRI checked“ tragen. Berichte, die durch einen Wirtschaftsprüfer geprüft wurden, sind mit einem „+“ hinter der Anwendungsebene zu kennzeichnen.

Themenfindung mit Stakeholdern
Primäres Ziel des Nachhaltigkeitsberichts ist es, die Informationsinteressen und Erwartungen der Stakeholder zu bedienen. Bereits im Rahmen der Vorbereitung eines Berichts gilt es, deren Interessen und Anforderungen zu erfassen. Sie definieren Themen, die für die Organisation heute relevant sein und in Zukunft an Bedeutung gewinnen können. Mit anderen Worten: Die Einbeziehung von Stakeholdern ist eine wesentliche Voraussetzung für die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts, der Transparenz zu wichtigen Themen schafft. Nachhaltigkeitsberichterstattung ist damit auch ein Instrument des Stakeholderdialogs, der auf Basis von Transparenz Verständigung ermöglicht.

Berichterstattung als Teil eines Prozesses
GRI erhebt nicht den Anspruch, mit der Anwendung der Leitlinien die CSR-Performance von Unternehmen und Organisationen zu verbessern. Primär geht es um die Qualität der Berichterstattung. Transparenz, die zentraler Maßstab eines guten Berichts nach GRI ist, kann aber auch Verbesserungen anstoßen. Unternehmen und Organisationen, die jährlich wiederkehrend Informationen gemäß den GRI-Leitlinien zusammenstellen, begeben sich auf den Weg in Richtung Nachhaltigkeit. Denn sie nehmen die Anforderungen und Interes-sen ihrer Stakeholder ernst und setzen sich mit ihnen auseinander. Das löst auch Wandel im Unternehmen aus. Die Berichterstattung sollte deswegen nicht losgelöst, sondern als Teil eines Strategieprozesses verstanden und initiiert werden. Oftmals steht der Bericht am Anfang und ist Treiber des Prozesses. Und wo eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt wird, ohne schon an das Reporting zu denken, wird ein transparenter Bericht sicher ein Resultat des Prozesses sein.
Mit dem Ziel, weltweit über alle Branchen hinweg vergleichbare Informationen zu Nachhaltigkeitsthemen und -herausforderungen bereitzustellen, trägt GRI zur einem einheitlichen Nachhaltigkeitsverständnis der verschiedenen Akteure bei. Schon die Erarbeitung der Leitlinien und deren Weiterentwicklung ist als Verständigungsprozess angelegt, an dem verschiedene Akteursgruppen teilnehmen. In einer immer komplexeren Welt mit wachsenden Herausforderungen wie dem Klimawandel oder der demografischen Entwicklung ist Verständigung ein zentraler Beitrag, Lösungen entwickeln zu können – Lösungen, die eine weltweit nachhaltige Entwicklung ermöglichen.

Zu jedem der sechs Leistungsindikatorengruppen wird in dieser Beitragsserie von akzente kommunikation und beratung gmbh ein Artikel in sechs- bis achtwöchigem Abstand erscheinen.





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