Radolfzell > Laut UNICEF sterben weltweit täglich 4.500 Kinder aufgrund von verschmutztem Wasser. In Kenia haben sich nach den Unruhen im Frühjahr 2008 wasserverursachte Krankheiten wie Cholera und Diarrhöe noch stärker ausgebreitet. Vor diesem Hintergrund engagieren sich der Global Nature Fund (GNF) und seine kenianische Partnerorganisation Osienala (Friends of Lake Victoria) in verschiedenen Projekten in Kenia, darunter einem Projekt zur Trinkwasserreinigung in Tonga. Aktuell berichteten nun GNF-Geschäftsführer Udo Gattenlöhner und Dr. Obiero Onganga, Geschäftsführer von Osienala, nach einer Reise in die Region von dem Projekt in Tonga und dem Engagement mehrerer Unternehmen dort:
In Tonga gab es weder Generatoren noch Stromnetz. Deshalb werden die Wasserpumpen mit einer Solaranlage betrieben. Das Trinkwasser für die 1.000 Schüler der St. Gabriels Mädchenschule wird aus Bächen der umliegenden Hügel gewonnen und in einem großen, etwa vier Meter hohen Betonspeichertank gesammelt. Der starken Verschmutzungen des Wassers durch die Ziegenhaltung und fehlende Sanitäranlagen in umliegenden Dörfern wird nun mit einer neuen Wasserreinigung begegnet, die das Wasser aus dem Tank filtert, desinfiziert und anschließend mittels einer neuen Silberionentechnik langfristig konserviert. Ein geschlossener Tank verhindert anschließend neues Bakterienwachstum. Die Technik der Trinkwasseraufbereitungsanlage wurde kostenfrei von den Firmen Buderus und SilverSan zur Verfügung gestellt. Die Solaranlage für die Erzeugung des Stroms hat SolarWorld aus Bonn gespendet. Zudem zeigt SolarWorld große Bereitschaft, weitere Anlagen in Afrika mit kostenloser Solartechnik auszustatten.