- CSR NEWS | csr-news.net - http://csr-news.net/main -
Ich bin ein Kind in Afrika - ich pflanze einen Baum…
Posted By Heike Eggers On September 18, 2008 @ 7:04 pm In +NGOs, +german, ana yi africa - Brücken nach Afrika e.V., member news | No Comments
Ein afrikanisches Sprichwort sagt:
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: heute!
„Das Grün des Waldes bewahrt mehr Kohlendioxid auf als Menschen in Jahrhunderten freisetzen können und hat auf das Klima Afrikas wie auf das Weltklima entscheidenden Einfluss.“ Al Gore
Das Klima des gesamten Globus wird durch den Regenwald reguliert. Viele Wissenschaftler sind überzeugt, dass Waldschutz die einfachste und realistischste Klimaschutzmaßnahme ist
Holz ist im ländlichen Togo – wie in vielen afrikanischen Ländern - noch immer die Energiequelle Nr. 1. Aufgrund der Armut und dem Mangel an alternativen Energiequellen ist die Bevölkerung auf das Holz angewiesen. In vielen Gegenden Togos ist der Regenwald schon lange verschwunden. Dass die Regenzeit und Trockenzeit nicht mehr zuverlässig kalkulierbar sind und dass Togo in den Sommern 2007 und 2008 unter Überschwemmungen litt, führen Experten auf den Klimawandel zurück.
Wir pflanzen gemeinsam mit der Bevölkerung unseres Millenniumsdorfes Gnivé in der Region Vogan in Togo seit November 2007 Bäume. Die gesamte Dorfbevölkerung beteiligt sich an diesen Aktionen, von der Greisin bis zu kleinsten Kindern. Diese Menschen, die jeden Sonntag gemeinsam Bäume pflanzen, haben schon mehr für unseren Planeten und gegen den Klimawandel getan, als die meisten von uns, obwohl ihr ökologischer Fußabdruck wesentlich kleiner ist als der der meisten von uns. Bäume zu pflanzen alleine ist schon eine sehr sinnvolle Aktion, wie Al Gore treffend beschreibt. Wir verbinden diese Aufforstung mit einer dauerhaften Pflege der Bäume, d.h. in der Trockenzeit werden sie gegossen und wenn ein Baum nicht überlebt, wird er ersetzt. Abgesehen von positiven Auswirkungen, die wir uns für das Klima mittelfristig erhoffen, ist erwiesen, dass Wiederaufforstung und der Kampf gegen Armut in direkter Beziehung zueinander stehen. Das Geld, welches von hier in das Wiederaufforstungsprojekt fließt und für die Baumpflege in einem Zeitraum von 5 Jahren gedacht ist, wird in einem Dorffonds gesammelt. Die Dorfbevölkerung entscheidet gemeinsam über die Anschaffungen, die zu tätigen sind und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um ihre Situation zu verbessern.
Im Dorf Gnivé schöpfen die Einwohner neuen Mut durch unser Projekt. Sie entdecken, dass sie mit Eigenorganisation und einer auf dem Dorffonds basierenden Finanzierung ihre Lebensbedingungen ändern können. Das gibt den Jungen Hoffnung, eine Alternative zur Landflucht leben zu können. Die Entwicklungsansätze des Dorfes sind bisher: Schulbesuch für alle Kinder, Investition in eine Maismühle und eine Maniokmühle, Kultivierung von Artemisia Annua, einer Pflanze zur Behandlung von Malaria, Rückkauf von Ackerland und Ausweitung der landwirtschaftlichen Aktivitäten, Lagerung von Maismehl, um die durch die drastisch gestiegenen Lebensmittelpreise schwieriger gewordene Ernährungssituation abzusichern und um antizyklisch verkaufen zu können, und nicht, wie bisher, immer zur Erntezeit, wenn der Preis niedrig ist. Das Dorf unternimmt während der Regenzeit wöchentliche Wiederaufforstungsaktionen. Außerdem versucht eine Kooperative von 40 Bauern, mit der Aufzucht von Vieh zu beginnen.
Microsoft unterstützt diese Aktion und Schüler einer Hauptschule sammelten Geld für einen eigenen Wald.
Jeder Baum, der gepflanzt wird, wird bei globalen UN-Aktion Plant for the Planet registriert. Jeder Baum ist ein positiver Beitrag zum Klimawandel. Wir unterstüzten unsere togolesischen Partnerorganisationen PROMO. ORGA.H und die FairTrade-Kooperative Asi le Asime, zusammen mit den Dorfbewohnern von Gnivé Bäume zu pflanzen und gemeinsam durch die Wieder-Aufforstung entwaldeter Flächen mit verschiedenen Baumarten, durch die Förderung regenerativer Energiequellen und die Armutsbekämpfung durch Mikro-Kredite, Fairen Handel und Förderung der Landwirtschaft, die 8 Millenniums-Entwicklungsziele zu erreichen.
Wir verbinden also mit diesem Projekt Klima- und Umweltschutz mit konkreten Maßnahmen zur Armutsbekämpfung. Da wir – wie immer - nicht nur Spenden sammeln wollen, sondern andere Wege suchen, bieten wir über den uns angeschlossenen Fair Trade- Handel www.africa-promo.de [1] an, eine ethisch wertvolle Alternative zu einem Blumenstrauß zu verschenken: einen Baum, der im Namen des Beschenkten in Gnivé gepflanzt wird. Der Schenkende erhält zum Überreichen eine persönliche Urkunde über die Pflanzaktion mit Namen des Beschenkten. Dieses Geschenk ist positiv für alle: für den, der es erhält, für den, der es macht, für das Dorf Gnive und für uns alle, für unser Klima. Und es ist ein Gemeinschaftsprojekt von: ana yi africa – Brücken nach Afrika e.V. und der togoischen Nichtregierungs-Organisation PROMO ORGA H & Asi le Asime, social business; Togo sowie dem fairen Handel: www.africa-promo.de [1]
Article printed from CSR NEWS | csr-news.net: http://csr-news.net/main
URL to article: http://csr-news.net/main/2008/09/18/ich-bin-ein-kind-in-afrika-ich-pflanze-einen-baum/
URLs in this post:
[1] www.africa-promo.de: http://www.africa-promo.de
Click here to print.