Mentorenprogramm für Kinder und Jugendliche
Big Brothers Big Sisters Deutschland fördert Kinder und Jugendliche, die aus den unterschiedlichsten Gründen Unterstützung benötigen. Ein Junge bekommt einen Mentor, ein Mädchen eine Mentorin. Diese engagieren sich ehrenamtlich als zusätzliche Ansprechpartner neben Eltern und Lehrern. Das Kind-Mentor-Tandem trifft sich alle ein bis zwei Wochen – mindestens ein Jahr lang. Bei den gemeinsamen Aktivitäten steht das informelle Lernen im Vordergrund: die Förderung von sozialen Kompetenzen, das Stärken der Eigenverantwortung und das Aufzeigen neuer Perspektiven.
Gewinn für alle Beteiligten
Kinder und Jugendliche werden in ihrer Entwicklung zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten unterstützt; sie erhalten Impulse für Bildung und Ausbildung. Mentoren geben ihre Erfahrungen weiter und lernen andere Lebenswelten kennen. Die Termine ihrer Treffen vereinbaren Kind und Mentor individuell. Diese zeitliche Flexibilität ermöglicht auch Berufstätigen die Teilnahme. Mentoring fördert die soziale Integration und den Dialog zwischen den Generationen. Menschen, die mitten im Leben stehen, stärken Jüngere und verbessern ihre Bildungschancen. Idealerweise verbindet sich das freiwillige Engagement der Mitarbeiter mit dem gesellschaftlichen Engagement ihres Arbeitgebers.
Hohe Qualitätsstandards
- individuelle Förderung durch Rollenvorbilder – ein Junge bekommt einen Mentor, ein Mädchen eine Mentorin
- mehrstufiges Aufnahmeverfahren für Mentoren (Führungszeugnis, Referenzen-Prüfung, persönliches Gespräch) durch qualifizierte Mitarbeiter
- sorgfältige Vorbereitung der Mentorinnen und Mentoren, unter anderem mit einem Einführungsworkshop
- ausführliches Aufnahmegespräch mit dem Kind und seinen Eltern
- Zusammenstellung von Mentor-Kind-Tandems, die gut zueinander passen
- regelmäßiger Kontakt zu Kindern, Eltern und Mentoren
- fester Ansprechpartner für jedes Tandem
International erfolgreiches Programm
Big Brothers Big Sisters ist das weltweit größte Mentorenprogramm: Rund 280.000 Mentoren engagieren sich in über zehn Ländern für Kinder und Jugendliche. Gegründet wurde Big Brothers Big Sisters 1904 in USA, wo es heute eine sehr hohe Bekanntheit hat. Studien belegen die positiven Wirkungen in den Bereichen Lernmotivation, soziales Verhalten und Prävention (Drogenmissbrauch, Kriminalität).
In Deutschland ging das Mentorenprogramm mit Unterstützung von Unternehmen und Stiftungen Anfang 2007 zunächst in der Pilotregion Rhein-Neckar mit den Städten Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg an den Start. Im Sommer 2008 eröffnete BBBSD ein Büro in Frankfurt, Ende 2008 folgt Essen.