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Diversity als wirtschaftliche Chance - Wettbewerb “Kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz”


Thursday, August 14th, 2008




Berlin > Die Bundesregierung fördert das Diversity-Management in Wirtschaft und Gesellschaft: Bis zum 8. September 2008 können sich Unternehmen, Institutionen und öffentliche Einrichtungen am Wettbewerb “Kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz” beteiligen. Der Wettbewerb gehört zur Kampagne “Vielfalt als Chance”. Staatsministerin Maria Böhmer, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, wirbt so für das ökonomische Potenzial von Menschen mit Zuwanderungshintergrund. Der Wettbewerb gibt Unternehmen und Verwaltungen die Chance, mit ihrem Diversity-Engagement in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden.

Mit dem Diversity Management wird die Verschiedenheit der Beschäftigten zum Bestandteil von Personalstrategie und Organisationsentwicklung. Vielfalt umfasst dabei äußerlich wahrnehmbare Unterschiede wie ethnische Herkunft, Geschlecht, Alter und körperliche Behinderung ebenso wie die sexuelle, weltanschauliche oder religiöse Orientierungen und Lebensstile. Die Europäische Union hatte dazu das Jahr 2007 als „Jahr der Chancengleichheit für alle” ausgerufen. Gemeinsam mit der Deutschen BP AG, der Deutschen Bank AG, der Daimler AG und der Deutschen Telekom AG rief die Bundesregierung die Unternehmensinitiative „Charta der Vielfalt” ins Leben. Die Charta hat aktuell 370 Unterzeichner, zuletzt stieß Anfang August das Deutsche Rote Kreuz dazu.

Diversity Management ist ein Thema der Corporate Social Responsibility - und ein Business Case. “Die Anerkennung und Förderung dieser vielfältigen Potentiale schafft wirtschaftliche Vorteile für unser Unternehmen. (…)Wir schaffen ein Klima der Akzeptanz und des gegenseitigen Vertrauens. Dieses hat positive Auswirkungen auf unser Ansehen bei Geschäftspartnern, Verbraucherinnen und Verbrauchern sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern der Welt”, heißt es in der Charta.

Die unternehmerischen Aktivitäten im Bereich des Diversity-Managements sind vielfältig: So hat Ikea ein Diversity-Handbuch herausgegeben, stellt damit den Mitarbeitern in den einzelnen Filialen Best Practice Beispiele vor und will sie so zur Nachahmung anregen. Die Deutsche BP AG bietet als eine von vielen Maßnahmen konzernweite Bewußtseinstrainings zu den Themen Cross-culture Awareness, Gender speak und Age speak an. Und die Deutsche Bahn AG startete das Projekt „Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt“, an der Auszubildende aus dem ersten Lehrjahr und ältere Jahrgänge als Mentoren teilnehmen. Kreative Diversity-Aktivitäten finden sich ebenso in kleinen und mittleren Unternehmen: So bietet das „Café Longobucco Eis“ gerade Jugendlichen mit Migrationshintergrund aus der Türkei, Russland, Polen und Italien eine Ausbildungschance. Und das Autohaus Rüschkamp fördert die interkulturelle und Sprachkompetenz seiner Mitarbeiter, um seinen Kunden eine Beratung und Vertragsgestaltung in der Muttersprache anbieten zu können.

An dem vorausgegangenen Wettbewerb “Kulturelle Vielfalt in der Ausbildung”, dessen Sieger im April prämiert wurden, beteiligten sich gerade kleine und mittlere Unternehmen stark.

Die Bundesregierung hat eine Vielzahl von unterschiedlichen Diversity-Initiativen gestartet. Mit der Kampagne „Vielfalt als Chance“ konzentriert sie sich auf die interkulturelle Vielfalt von Menschen im Erwerbsleben und die Chancen, die sich daraus für Wirtschaft und Gesellschaft ergeben. Ein wichtiger Baustein dieser Kampagne ist der aktuelle Wettbewerb „Kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz”. Gesucht werden Best Practice Beispiele von Unternehmen, Behörden und öffentliche Einrichtungen, die in ihrer eigenen Belegschaft durch Personalrekrutierung und Personalentwicklung gezielt das Potenzial der kulturellen Vielfalt nutzen. Dabei werden Kleinunternehmen, KMU, Großunternehmen und Verwaltungen in unterschiedlichen Kategorien bewertet. Die Sieger des Wettbewerbs werden am 9. Dezember in Frankfurt am Main im Rahmen einer größeren themenbezogenen Veranstaltung von Staatsministerin Böhmer ausgezeichnet. Preisgelder sind 15 000 Euro (1. Preis), 10 000 Euro (2. Preis) und 5 000 Euro (3. Preis).

Weitere Informationen und Teilnahmeunterlagen im Internet:
www.vielfalt-als-chance.de

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Achim Halfmann (CSR NEWS)

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