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Lobbyismus contra Wissenschaft – oder die Leugnung des Klimaproblems


Monday, September 3rd, 2007


Es scheint jedes Argument recht, wenn es um den bezweifelten Klimawandel geht. Vulkane verursachen mehr Kohlendioxid als anthropogene Aktivitäten, das Ausatmen belaste die Umwelt mehr als es Autos tun… und zu guter letzt: Kohlendioxid beeinflusse das Klima kaum. Die Medien nehmen provokante Thesen gerne auf, zumal sie derart einfach verpackt sind. Es kann angenommen werden, dass auch beim Publikum solche Aussagen beliebt sind, da sie zugegebener Weise entlastend wirken. So können wir täglich fortfahren wie bisher, und dass, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Aber darum geht es in der Tat nicht. Es ist nicht das Anliegen der Nachhaltigkeitsakteure schlechtes Gewissen zu nähren, sondern zu informieren. Es geht um eine ehrliche Darstellung des Status quo. Sensationshascherei, Desinformation und Irreführung geben sich derzeit die Klinke in die Hand, und nebenbei fließt wohlmöglich viel Geld.

Auf diese Problematik hat Stefan Rahmstorf (Professor für Physik der Ozeane an der Universität Potsdam) dankenswerter Weise in seinem Artikel in der FAZ vom 31.8. aufmerksam gemacht. Ein solcher Journalismus, an dem Nachhaltigkeit nicht abprallt, ist zu begrüßen. Die Maschinerie der Medien lässt kaum Raum für ausreichende Recherche, so können Fehlmeldungen, wie die oben beschriebenen, weiter ihr Unwesen in den „Informationsmedien“ treiben. Es ist zu verhindern, dass selbsternannte Klimaexperten gefälschte Klimakurven als Wissenschaft verkaufen und sogar als Lehrmaterial verbreiten. So werden potentielle Nachhaltigkeitsakteure im Keim erstickt. Was in den Medien zumeist fehlt ist das Aufzeigen von Zusammenhängen, anstatt dessen begnügen diese sich mit plakativer Desinformation.

Katrin Bosnjak (IfN)
Katrin.bosnjak@studenten-nachhaltigkeit.de

Die Initiative für Nachhaltigkeit (IfN) im Internet:
www.studenten-nachhaltigkeit.de




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AUTHOR
Katrin Bosnjak (Initiative für Nachhaltigkeit)

Initiative Nachhaltigkeit Universität Duisburg Essen - Ziele und Grundsätze "Nachhaltigkeit hat das Ziel, durch verantwortungsvolles Handeln in den Bereichen Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft für jetzige und zukünftige Generationen Lebensqualität zu schaffen." Die Initiative für Nachhaltigkeit hat sich im April 2005 zusammengeschlossen, um Studierenden, DozentInnen sowie der interessierten Öffentlichkeit in Essen das facettenreiche Leitbild der Nachhaltigkeit näher zu bringen. Wie an anderen Universitäten (z.B. Berlin, Köln, Passau) soll das Netzwerk der Nachhaltigkeit unter Studierenden und DozentInnen auch in Duisburg-Essen wachsen. Im Zuge der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und als Mitglied des Copernicus-Netzwerkes wollen wir einen Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung der Universität Duisburg-Essen leisten. Mit der interdisziplinären Vortragsreihe wollen wir weitere Initiativen und Projekte in Wissenschaft und Praxis an der Universität Duisburg-Essen anstoßen. Sich mit dem Thema einer nachhaltigen Entwicklung auseinanderzusetzen heißt für uns, Zukunft zu gestalten. Wir möchen uns gemeinsam mit Interessierten vergegenwärtigen, worum es für die Weltbevölkerung, für unser Land, für unser soziales Umfeld sowie für uns als Individuen geht und gehen kann, wenn wir über Zukunftsfähigkeit - eine nachhaltige Entwicklung - sprechen: Wie schaffen wir eine Welt, die heutigen und zukünftigen Generationen Lebensqualität und Wohlstand ermöglicht?

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