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Jungmanager: Karriere kann privates Glück nicht ersetzen


Wednesday, July 18th, 2007


Zwar sind Jungmanager nach wie vor bereit, für ihr berufliches Fortkommen erhebliche Einschränkungen im Privatleben in Kauf zu nehmen, dennoch spielen Familie und persönliche Beziehungen eine bedeutende Rolle. Dies ergab eine ausführliche Befragung von 326 Nachwuchsführungskräften, die von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) durchgeführt wurde. Die Vorstellung, dass beruflicher Erfolg Defizite im privaten Bereich wettmache, findet offensichtlich keinen breiten Konsens mehr, so die Studie. Stattdessen streben die Nachwuchskräfte eher nach einem Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben („Work-Life-Balance“). Trotzdem müssen auch Nachwuchsmanager mit einem wachsenden Erwerbs- und Karrieredruck zurecht kommen. Furcht vor Arbeitslosigkeit kennt selbst eine leistungsstarke und gut ausgebildete Gruppe wie die Jungmanagern. 89 Prozent der Befragten hält dieses Problem für sehr wichtig.

Lebensplanung unterschiedlich

Den typischen ambitionierten Nachwuchsmanager gibt es laut Studie nicht, vielmehr haben sich die Führungskräfte von morgen ein ganzes Portfolio von Lebensstrategien zurechtgelegt, um mit den Erwerbs- und Karriereanforderungen einer globalisierten Wirtschaftswelt und den Unwägbarkeiten vieler gesellschaftlicher Entwicklungen erfolgreich umzugehen. Als offensive Strategie setzen zahlreiche Jungmanager mit dem Aufbau von Ressourcen in Berufs- und Privatleben sowie einer klaren Auslandsorientierung auf den Ausbau ihrer eigenen Erfahrungen und Kapazitäten. Damit wollen die Befragten ihre Chancen vergrößern und sich gegen Rückschläge absichern. Defensiv ausgerichtete Nachwuchsführungskräfte nehmen dagegen zeitweilig Einschränkungen im Privatleben hin und reduzieren ihr Engagement auf das Überschaubare und Machbare im eigenen Lebenskreis. Die Anhänger dieser Strategie konzentrieren die vorhandenen Ressourcen auf die Bewältigung der beruflichen Herausforderung.

Bei den Befragten handelte es sich um Berufseinsteiger mit weniger als drei Jahren Berufserfahrung, meist in Trainee- oder Assistenzpositionen sowie um jüngere Führungskräfte bis maximal 39 Jahre, die in den kommenden Jahren aller Voraussicht nach mehr Führungsverantwortung in Unternehmen übernehmen werden. (beko|09.07.2007)




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Dr. Stephan Pesch (CiW Wirtschaftsnachrichten)



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