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Eurobarometer: Freizeit wichtiger als Arbeit


Tuesday, May 15th, 2007


Gesundheit (99 Prozent), die Familie (97 Prozent) sowie Freunde und Bekannte (95 Prozent) gehören für nahezu alle Europäer zu den wichtigsten Aspekten im eigenen Leben, gefolgt von Freizeit (90 Prozent), Arbeit (84 Prozent) und Hilfe für andere (79 Prozent). Im Vergleich hierzu gelten Religion (52 Prozent) und Politik (43 Prozent) bei den Europäern als weniger bedeutsam für das eigene Leben. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der von dem Meinungsforschungsinstitut TNS Opinion für die Europäische Kommission durchgeführten Eurobarometer-Umfrage, an der fast 26.800 Bürger in 27 Mitgliedsstaaten teilnahmen.

Die individuelle Bedeutung einzelner Werte schwankt allerdings erheblich innerhalb der EU. So wird die persönliche Bedeutung der Religion besonders in Malta (88 Prozent), Polen (87 Prozent) und Zypern (86 Prozent) hervorgehoben, während sie in Tschechien (28 Prozent), Estland (29 Prozent) Dänemark und Schweden (beide 30 Prozent) nur von jeweils jedem Dritten als besonders wichtig erachtet wird. In Deutschland messen 48 Prozent dem Glauben eine besondere persönliche Bedeutung zu, im EU-Durchschnitt sind es 52 Prozent. Damit ist Deutschland „unterdurchschnittlich religiös“.

Einen persönlich hohen Stellenwert besitzt die Politik besonders bei den Niederländern (68 Prozent). Aber auch in Schweden (56 Prozent), Dänemark und Deutschland (beide 53 Prozent) erachtet mehr als jeder zweite Bürger Politik als wichtig für das eigene Leben. Auffallend ist, dass insbesondere in den beiden neuen EU-Mitgliedsstaaten Bulgarien und Rumänien nur jeweils jeder Fünfte Politik als bedeutsam ansieht (beide 21 Prozent).

Religion für viele wichtiger als Politik

“In turbulenten Zeiten stellt man häufig fest, dass Personen in ihrem vertrauten Umfeld, nämlich bei Familie und Freunden, Schutz suchen, was sich in den Prioritäten der Europäer widergespiegelt. Es ist ebenfalls interessant zu sehen, dass Religion für einen größeren Anteil der Europäer wichtiger ist als Politik”, sagt Marita Carballo, Global Head von TNS Polling & Social. (spe|15.05.2007)




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Dr. Stephan Pesch (CiW Wirtschaftsnachrichten)



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