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Freiberufler glauben am wenigsten an ein Leben nach dem Tod


Tuesday, April 3rd, 2007


Was denken Sie über das Sterben und den Tod?”, fragte die Identity Foundation () und der Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Hohenheim in einer repräsentativen Umfrage, deren Ergebnisse Ende letzten Jahres veröffentlicht wurden.

Für verschiedene Berufsgruppen zeigt die Studie recht unterschiedliche Ergebnisse: Beamte im gehobenen Dienst beschäftigen sich demnach überdurchschnittlich häufig mit dem Thema Tod und haben mehr Angst vor dem Sterben als andere Berufsgruppen. Landwirte dagegen sind nahezu alle von einem Leben nach dem Tod überzeugt.

Weiterer Befund: Knapp drei Viertel der freiberuflich Tätigen gehen davon aus, dass mit dem Tod alles aus sei, im Gesamtdurchschnitt gilt dies “nur” für 60 Prozent der Deutschen.

Tod wird als Thema verdrängt

Die meisten Deutschen lehnen es ab, sich überhaupt mit Sterben und Tod zu beschäftigen – schon deshalb, weil es in ihren Augen die „Freude am Leben” beeinträchtigen würde. Insbesondere Männer (75 Prozent) verdrängen aus diesem Grund die Gedanken an das Thema, bei den Frauen sind es 63 Prozent. Nur ein knappes Drittel der deutschen Bevölkerung räumt hingegen ein, öfters über den Tod nachzudenken. Selbst im Alter nimmt die Bereitschaft, sich mit dem Tod auseinander zu setzen, nicht wesentlich zu. Jeder zweite der über 70jährigen blendet das Thema aus. So überrascht es nicht, dass 60 Prozent der Deutschen Angst vor dem Sterben haben.

Trost im Glauben wenig gesucht

Angesichts der relativ weit verbreiteten Angst vor dem Sterben spielt erstaunlicherweise der Trost durch den Glauben eine recht untergeordnete Rolle. Nur jeder vierte Deutsche (25 Prozent) stimmt der Aussage zu: „Mein Glaube nimmt mir die Angst vor dem Sterben und dem Tod”. Es sind eher die Frauen (30 Prozent), die Trost im Glauben finden als Männer (22 Prozent). Vor allem aber älteren Menschen über 70 bietet der Glaube Trost mit Blick auf Tod und Sterben. Demgegenüber gilt dies nur für 16 Prozent der Teenager (zwischen 14 und 19 Jahren).

Ulrike Bunz, die die Untersuchung wissenschaftlich begleitet hat, fasst zusammen: „Die Deutschen verdrängen die Themen Tod und Sterben, haben eine ausgeprägte Angst vor dem Sterben und finden zugleich immer weniger Trost im Glauben. Mit der zunehmenden Säkularisierung verlieren die Menschen offenbar die Fähigkeit, über diese sensiblen Themen mit ihren Familien oder Freunden zu sprechen. Den meisten fehlen aber auch Hoffnungsperspektiven, wie sie der Glaube an ein Leben nach dem Tod bieten würde.” (spe|03.04.2007)

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Dr. Stephan Pesch (CiW Wirtschaftsnachrichten)



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