Zu Weihnachten sehnt sich der Mensch nach Harmonie und Geborgenheit. Konsumartikelanbieter warten dazu mit quasi-religiösen Heilsversprechen auf. Ihre Frohe Botschaft lautet: Alles billiger. Da macht es sich gut, dass Benefiz-Galas, Spenden für Afrika und Kinderheime und viele andere gute Taten ebenfalls zum Dezember-Rummel gehören. Wenn wir konsumieren, wollen wir das mit einem guten Gewissen tun. Wir beteiligen doch auch andere an unserem Glück - wenigstens ein bisschen.
Weihnachten ist dagegen - theologisch betrachtet - ein äußerst nachhaltiges Ereignis. Die Zuwendung Gottes zum Menschen wird messbar, sein Interesse an dieser Welt dokumentiert sich in einer Grundentscheidung: Gott wird Mensch und schenkt uns sich selbst.
Aus dieser Perspektive könnte man gerade zu Weihnachten Unternehmen auf die Nachhaltigkeit ihres gesellschaftlichen Engagements “abklopfen”. Corporate Responsibility muss eine Grundentscheidung der Unternehmensführung sein, die alle Bereiche des unternehmerischen Handelns durchzieht. Gut ist, wenn andere etwas von unserem Weihnachtskonsum abbekommen. Besser ist, wenn Bürger und Unternehmen ganzjährig ihre gesellschaftliche Verantwortung im Blick behalten.
Ein Zwischenruf von Achim Halfmann