Fulda > tegut… ist ein Handelsunternehmen mit dem Ziel, seinen Kunden gute Lebensmittel anzubieten. Zugleich wird bei tegut… Corporate Social Responsibility in allen Bereichen des Unternehmens bis hin zu den Produkten praktisch gelebt und soziale und ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Erfolg verbunden. “Um erfolgreich zu sein, steht man als Unternehmer und Unternehmensbürger auch vor der Frage, welche Spur bzw. welche Bilanz man für die nachkommenden Generationen hinterlässt”, betonte Wolfgang Gutberlet, Vorstandsvorsitzender der tegut… Gutberlet Stiftung & Co. und “Ökomanager 2005″, bei seiner Begrüßung beim Workshop „Gewinnen mit gesellschaftlicher Verantwortung“ am 29. November in der Lernstatt von tegut in Fulda. Zu der Veranstaltung hatten das bundesweite Corporate Citizenship-Netzwerk UPJ als Veranstalter und die Firma tegut… als Gastgeber eingeladen. UPJ berichtete gestern dazu.
Vertreter von mehr als 50 überwiegend mittelständischen Unternehmen der Region nutzten die Gelegenheit, sich kompakt darüber zu informieren, wie es möglich ist, mit gesellschaftlicher Verantwortung einen doppelten Gewinn zu erzielen: Einen Gewinn für das Gemeinwesen und einen für das Unternehmen. Vorgestellt wurden Projekte und Programme, wie Unternehmen durch aktives Engagement im Gemeinwesen den gesellschaftlichen Zusammenhalt am Standort fördern und gleichzeitig neue Impulse für die Unternehmensentwicklung erhalten können.
Für Wolfgang Gutberlet ist es eine seiner schönsten Aufgaben als Unternehmer, junge Menschen für andere zu gewinnen. Den Azubis von tegut werde deshalb im Rahmen der Ausbildung die Möglichkeit eines Praktikums im Sozialbereich gegeben, um die die Wahrnehmung für die Menschen im eigenen Umfeld zu schärfen, neue Erfahrungen zu sammeln und eigene Grenzen zu überwinden. Davon berichtete auf der Veranstaltung eindrucksvoll die Auszubildende Barbara Erb. Während ihrer Ausbildungszeit absolvierte sie ein zweimonatiges Sozialpraktikum im Antoniusheim in Fulda, einer Einrichtung für lern- und geistig behinderte Menschen. Durch das Praktikum habe sie nicht nur viele neue Freunde gefunden, sondern auch ihr Einfühlungsvermögen und ihre Geduld gestärkt, berichtete die 20-Jährige. Beide Fähigkeiten würden täglich auch im Berufsleben von ihr gefordert.
Der Kasseler Regierungspräsident Lutz Klein berichtete über die Kampagne „Engagiertes Unternehmen – Impulse für Hessen“ der hessischen Landesregierung. „Soziales Engagement wird für Unternehmen immer wichtiger werden, denn es nutzt nicht alleine den Empfängern in unserer Gesellschaft, sondern auch den Unternehmen selbst. Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen muss sich deshalb nicht verstecken, sondern vielmehr in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Dies gilt insbesondere auch für das Engagement kleiner und mittelständischer Unternehmen.“
Wie gesellschaftsbezogene Aktivitäten gebündelt und strategisch an den Unternehmenszielen ausgerichtet werden können, um somit Gemeinsinn und Eigennutz bestmöglich zu verbinden, erläuterte Stephan Koch, Corporate Citizenship-Experte von der UPJ-Unternehmensberatung „3C“. An Hand verschiedener Fallbeispiele veranschaulichte er Nutzen und Strategien sozialen Engagements von Unternehmen und erläuterte praktische Vorgehensweisen.
Die mit Unterstützung der hessischen Staatskanzlei durchgeführte Veranstaltung ist Teil der Kampagne „Verantwortliche Unternehmensführung im Mittelstand“, die UPJ – gefördert durch die Europäische Kommission – in den nächsten beiden Jahren durchführt. Partner der Kampagne sind der DIHK und econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft.
Weitere Informationen im Internet: www.verantwortliche-unternehmensfuehrung.de