(CiW) - Führungskräfte müssen Vorbilder sein, fordert die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in dem aktuellen Positionspapier Wirtschaft mit Werten Für alle ein Gewinn. Entscheidungsträger hätten eine hohe Verantwortung für das ihnen anvertraute Unternehmen, der sie ethisch gerecht werden müssten. Aber nicht nur das persönliche Verhalten, auch die Strukturen im Unternehmen förderten oder behinderten ethisches Verhalten der Mitarbeiter und Partner.
Der BDA begründet seine Ansicht mit dem großen Stellenwert, den ethische Verantwortung als Wettbewerbsfaktor habe. Sie sichere die Innovationsfähigkeit, stärke die Marktposition, helfe bei der strategischen Ausrichtung und bei der Mitarbeitermotivation. Auch das Vertrauen, das Unternehmen bei Mitarbeitern, Gesellschaft und Politik genießen würden, sei ein ökonomischer Faktor von Gewicht.
Es sei also im Eigeninteresse des Unternehmens, wenn Werte wie Verantwortung, Verlässlichkeit, Freiheit, Offenheit, Integrität und Wahrhaftigkeit befolgt würden. Dafür stehe der ehrbare Kaufmann, der langfristig und somit betriebswirtschaftlich denke. Es ist ökonomisch vernünftig, über den Tag hinaus zu kalkulieren statt sich in kurzfristigen Vorteilen zu verbrauchen, meint der BDA. Eine nachhaltige Unternehmenspolitik nehme dagegen Schaden, wenn Entscheidungen überwiegend quartalsorientiert seien. Flexibilität dürfe nicht mit Kurzatmigkeit verwechselt werden.
Viele Unternehmen hätten aber längst eine geschriebene oder ungeschriebene Wertekultur in ihrem Betrieb, heißt es in dem Positionspapier weiter. Sie setzten dabei unterschiedliche Prioritäten und gingen unterschiedliche, individuelle Wege zum selben Ziel. Weiteren staatlichen Interventionen erteilt der BDA aber eine Absage. In der Sozialen Marktwirtschaft seien die Spielregeln des Wettbewerbs bereits von ethischen Prinzipien geleitet. Innerhalb dieser Spielregeln müssten die Unternehmen frei sein, ihre ökonomischen Eigeninteressen zu verfolgen und dürften nicht weiter eingeengt werden. (beko|05.12.2006)