Stuttgart > Den Einsatz für gerechtere Regeln im Weltagrarhandel fordert “Brot für die Welt” von der Bundesregierung. “Handelsverzerrende Subventionen für Überschussproduktionen müssen abgebaut werden”, betonte die Direktorin von “Brot für die Welt”, Cornelia Füllkrug-Weitzel, bei einer Pressekonferenz zur bundesweiten Eröffnung der 48. Spendenaktion am 2. und 3. Dezember in Dresden. Umgekehrt müssten arme Länder die Möglichkeit erhalten, ihre Agrarproduktion vor der Billig-Konkurrenz des Weltmarktes zu schützen. Die 48. Spendenaktion von “Brot für die Welt” unter dem Motto “Gottes Spielregeln für eine gerechte Welt” startet am ersten Adventswochenende mit einem Festakt und einem Gottesdienst.
“Brot für die Welt” hilft zusammen mit seinen Projektpartnern Kleinbauern in der ganzen Welt dabei, Landtitel zu erwerben und neue Vertriebswege für die Produkte zu erschließen. “Neben alternativen Märkten im eigenen Land birgt der faire Handel mit Ländern des Nordens große Chancen für die Produzenten in den ärmeren Regionen der Welt”, erklärte Füllkrug-Weitzel. Sie erinnerte auch an die Verantwortung der Konsumenten, die mit ihren Entscheidungen für fair gehandelte und ökologisch hergestellte Produkte zu mehr Gerechtigkeit beitragen können.