Mainz > Es fehlt ein international anerkannter Ordnungsrahmen, der wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit mit sozialer Sicherheit und sozialer Gerechtigkeit verbindet. Das sagte Ministerpräsident Kurt Beck gestern bei einer Diskussion der Vertrauensleute-Vollversammlung der BASF in Ludwigshafen. Mit einem Exportanteil von 47,8 Prozent belegt Rheinland-Pfalz den ersten Platz im Vergleich der deutschen Flächenländer. Das Bundesland profitiert von der Globalisierung.
Beck erinnerte an die “Agenda für menschenwürdige Arbeit”, die bereits 1998 von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) aufgestellt worden sei. Dort werde die Beseitigung von Zwangs- und Kinderarbeit ebenso angesprochen wie die Vereinigungsfreiheit, das Recht auf Kollektivverhandlungen und das Verbot von Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf. “Es ist eine der herausragenden politischen Aufgaben des 21. Jahrhunderts, Einfluss auf die Ausgestaltung der Globalisierung zu nehmen. Es geht um die Schaffung von Rahmenbedingungen und globalen Ordnungsstrukturen, in welchen dynamisches, innovatives und nachhaltiges Wirtschaften zum Vorteil möglichst vieler Menschen möglich ist”, sagte Beck. Die Europäische Union habe die Aufgabe, mit Selbstbewusstsein auf die Gestaltung der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Dimension der Globalisierung Einfluss zu nehmen und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit mit sozialer Sicherheit und sozialer Gerechtigkeit zu verbinden.