Münster > Als erster forschender Arzneimittelhersteller hat Wyeth Pharma gemeinsam mit elf Patientenorganisationen in Deutschland Leitlinien für eine transparente Zusammenarbeit erarbeitet. “In der Öffentlichkeit herrscht oft nur wenig Klarheit über die Zusammenarbeit von Arzneimittelherstellern mit Patientenorganisationen. Mit der Leitlinie möchte Wyeth Pharma zeigen, dass eine Kooperation sowie ein Informations- und Erfahrungsaustausch möglich sind, ohne die unabhängige Stellung und Meinungsäußerung der Patientenorganisationen zu gefährden”, erläuterte Geschäftsführer Andreas Krebs das Projekt.
In den Leitlinien dokumentiert Wyeth Pharma Respekt vor der Unabhängigkeit und Neutralität der Patientenorganisationen und lehnt eine inhaltliche Einflussnahme auf deren Arbeit ab. “Die Wyeth Pharma GmbH achtet auf eine eindeutige Trennung von Produktwerbung und Information. Die Wyeth Pharma GmbH informiert unter Beachtung der heilmittelwerberechtlichen Bestimmungen über neue Entwicklungen und Therapien und versteht, dass Patientenorganisationen diese Informationen mit den eigenen wissenschaftlichen Partnerorganisationen und ärztlichen Beratern diskutieren”, heißt es dort zum Beispiel
„Es ist das erste Mal und damit etwas Neues, dass ein Pharmaunternehmen seine ‚Leitlinien für Zusammenarbeit’ direkt mit Selbsthilfegruppen diskutiert und bereit ist, auf unsere Vorstellungen einzugehen“, lobt Detlef Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Psoriasis Bundes, die Kooperation mit Wyeth Pharma. Der Erfahrungsaustausch mit Patienten ist auch für Wyeth Pharma von hoher Bedeutung, betont Andreas Krebs: „Nur durch den Kontakt mit Patienten können wir unsere Arzneimittel so verbessern, dass sie den Ansprüchen der Nutzer gerecht werden.“
Die Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen ist auf mehreren Ebenen geplant: Neben der finanziellen Unterstützung von Veranstaltungen und Herausgabe von Informationsbroschüren, ist zum Beispiel eine Schulung für Kinderärzte vorgesehen, die über die Diagnose und Therapie rheumakranker Kinder informiert. Vorgesehen sind weiter ein Kompetenztraining für ehrenamtliche Mitarbeiter von Patientenorganisationen sowie Gesprächskreise mit Vertretern von Patientenorganisationen zu aktuellen Thematiken im Gesundheitsbereich.
An der Kooperation beteiligt sind unter anderen der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V., Deutscher Psoriasis Bund e.V., Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V., Deutsche Rheuma-Liga Mecklenburg Vorpommern e.V. sowie die Sklerodermie Selbsthilfe e.V. beteiligt.