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Forum CSR international



Die Global Marshall Initiative – Wege zur globalen Gerechtigkeit


Wednesday, November 8th, 2006


Radermacher: “Es gibt diese Probleme, nicht, weil man sie nicht lösen kann, sondern weil eine bestimmte Machtelite den Globus genauso haben will, wie er ist.”

Die Initiative für Nachhaltigkeit nahm am 30.10. im Düsseldorfer Görres-Gymnasium an dieser packenden Veranstaltung teil, wo hochrangige Referenten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in einen Dialog nicht nur untereinander, sondern auch mit dem Publikum traten. Die komplett ausgefüllte Aula wurde Schauplatz eines überaus großen Interesses an diesem Thema. Nach kurzen Statements der Referenten blieb viel Raum für Fragen aus dem Publikum, welche meist an Prof. Radermacher gerichtet waren.

Karin Kortmann (SPD-Abgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) machte in Ihrem Statement klar, an welchen Punkten der Entwicklungspolitik angesetzt werden muss um sie auszubauen. Konsens bestehe bei der Weiterentwicklung von Armuts- und Friedenssicherung und der Gestaltung von Globalisierung. Letzteres in dem Sinne, dass nicht nur Gelder bereitgestellt werden sollen, sondern die Weichen für eine faire Marktwirtschaft gestellt werden müssen, indem Zollhemmnisse und Subventionen für europäische Güter abgeschafft werden.

Foster Deibert (West LB, Leiter der Abteilung Sustainability Managment) merkte an, dass die West LB bei der Bereitstellung von Kapitalzugängen ansetzen kann, aber vor dem Problem größerer Gesetzeslücken stehe, welche Unternehmen und Banken zusammen – aus einer selbstverpflichteten Position heraus - schließen könnten.

Konsul Peter Hesse (Unternehmer, Stiftungsgründer und entwicklungspolitischer Beauftragter der CDU-Düsseldorf) stellte Frage von der Reihenfolge der Ziele.. Am Anfang stehe die Vision von einer Welt in Balance, welche als Fernziel die Öko-Soziale-Marktwirtschaft hat und sich durch Transparenz, Partizipation, Subsidiarität sowie Nachhaltigkeit auszeichnet. Nächster Schritt wäre es von Frau Dr. Merkel, bei dem G8-Gipfel den Fokus aller auf die Gestaltung einer besseren Weltordnung zu lenken.

Winfried Mengelkamp (Leiter der Gruppe Internationale Zusammenarbeit im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW) forderte Kooperationen der nationalen Hochschulen mit denen aus Südafrika. Er merkte weiterhin an, dass bei einer Verbesserung des Marktzutritts von Entwicklungsländern, die inländischen Landwirte benachteiligt seien.

Professor Dr. Dr. Franz Josef Radermacher (Mitglied des Club of Rome und Mitinitiator der Global Marshall Plan Initiative) diskutierte die Definition von Armut, die nichtgewollte Umverteilung von Macht wie auch eine Infragestellung des Systems, welches die Grundlage für Ungerechtigkeit ist. Er stellte die Forderung einer Gemeinwohlorientierung und machte klar, dass in einer globalen Demokratie keiner mehr verhungern müsste.

www.globalmarshallplan.org/index_ger.html

Termine der Global-Marshall-Plan- Initiative:
www.globalmarshallplan.org/infocenter/occasions/index_g [...]




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AUTHOR
Katrin Bosnjak (Initiative für Nachhaltigkeit)

Initiative Nachhaltigkeit Universität Duisburg Essen - Ziele und Grundsätze "Nachhaltigkeit hat das Ziel, durch verantwortungsvolles Handeln in den Bereichen Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft für jetzige und zukünftige Generationen Lebensqualität zu schaffen." Die Initiative für Nachhaltigkeit hat sich im April 2005 zusammengeschlossen, um Studierenden, DozentInnen sowie der interessierten Öffentlichkeit in Essen das facettenreiche Leitbild der Nachhaltigkeit näher zu bringen. Wie an anderen Universitäten (z.B. Berlin, Köln, Passau) soll das Netzwerk der Nachhaltigkeit unter Studierenden und DozentInnen auch in Duisburg-Essen wachsen. Im Zuge der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und als Mitglied des Copernicus-Netzwerkes wollen wir einen Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung der Universität Duisburg-Essen leisten. Mit der interdisziplinären Vortragsreihe wollen wir weitere Initiativen und Projekte in Wissenschaft und Praxis an der Universität Duisburg-Essen anstoßen. Sich mit dem Thema einer nachhaltigen Entwicklung auseinanderzusetzen heißt für uns, Zukunft zu gestalten. Wir möchen uns gemeinsam mit Interessierten vergegenwärtigen, worum es für die Weltbevölkerung, für unser Land, für unser soziales Umfeld sowie für uns als Individuen geht und gehen kann, wenn wir über Zukunftsfähigkeit - eine nachhaltige Entwicklung - sprechen: Wie schaffen wir eine Welt, die heutigen und zukünftigen Generationen Lebensqualität und Wohlstand ermöglicht?

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