Wednesday, November 19th, 2008
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(CiW) - Beim Blick auf die Werbung in christlichen Medien fällt auf: Christen beschränken ihr Leben anscheinend auf Bücher lesen, Reisen und Veranstaltungen besuchen. Und wenn sie mal etwas essen, dann höchstens Dresdner Christstollen. Offenbar hat die Werbeindustrie Christen noch gar nicht richtig als besondere Zielgruppe entdeckt. Mit ein Grund: Die christlichen Medienangebote verfügen normalerweise nicht über ein Massenpublikum, aber die Reichweite mancher Zeitschrift oder Internetseite ist inzwischen beträchtlich. So hat das Magazin „Spektrum“ der evangelischen Nachrichtenagentur Idea nach eigenen Angaben 80.000 Leser, das christliche Medienmagazin "pro" 115.000 Leser und das Internet-Portal jesus.de besuchen monatlich über 100.000 Personen (bei über 900.000 Visits/Besuchen). Was christliche Medienangebote für die werbetreibende Wirtschaft besonders interessant macht: Die Leser verfügen über ein vergleichsweise hohes Einkommen und identifizieren sich besonders stark mit den Inhalten der christlichen Medien. Werbende Unternehmen können sich hier einem gesellschaftlich breit gestreuten Publikum als wertebewusst präsentieren. Anzeigen schalten derzeit hauptsächlich christliche Verlage, Reiseunternehmen, Veranstalter und Bildungseinrichtungen. Christliche Medien wollen aber darüber hinaus auch vermehrt säkulare Werbekunden gewinnen. Diese gelten jedoch als anspruchsvolle Kunden, in deren Augen das Medium qualitativ hochwertig positioniert sein muss. So hat Idea-Spektrum den Automobilhersteller Nissan als Anzeigenkunden gewonnen, der seine Fahrzeugflotte mit dem Slogan „Für Gottes Bodenpersonal“ bewirbt. Allerdings achten die christlichen Medien genau darauf, ob eine Werbebotschaft auch mit christlichen Werten vereinbar ist. Umstrittene Produkte oder zweifelhafte Repräsentanten eines Unternehmens können relativ schnell zur Ablehnung einer Anzeige führen. Sollten solche Bedenken aber nicht auftreten, bieten christliche Medien eine interessante Werbemöglichkeit für Unternehmen. Besonders gilt das für Produkte, die in irgendeinem Zusammenhang zum Lebens- und Arbeitsalltag von Christen stehen. Das kann durchaus auch Gebäck für das Gemeindecafé oder der Kicker für die Jugend sein. Gerade die christlichen Internetangebote könnten zukünftig davon profitieren. Aber obwohl Werbung in Onlinemedien boomt, berichten christliche Internetportale noch von Zurückhaltung. Ursache sei der „fehlende Glaube“ an die Wirksamkeit der oft auch relativ teuren Online-Werbung und das wenig ausgeprägte eigene Online-Angebot der aktuellen Werbekunden. Wenn nur 0,5 Prozent der Besucher einen Werbebanner anklicken, wirkt das gerade auf unerfahrene Werbekunden eher abschreckend. Anders sieht das bei Newslettern aus, die für Werbezwecke bereits als sehr geeignet empfunden werden. Hier weiß man meist genauer, wer die Leser sind, und die Newsletter-Werbung bleibt in der Mail länger „sichtbar“ als Banner-Werbung, die nach Erreichen der festgelegten Sichtkontakte einfach verschwindet. Und wenn jemand nicht auf das Massenmedium Fernsehen verzichten möchte, kann er bei BibelTV einen Spot schon ab zwei Euro je Sekunde schalten. (beko|31.10.2006)










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