Andernach > Mit 86 Prozent Recycling-Rate hat die deutsche Weißblechindustrie - mit der Andernacher Rasselstein GmbH als einzigem Produzenten – 2005 den bereits hohen Vorjahreswert von 82 Prozent noch einmal deutlich gesteigert. Damit ist der seit jeher wiederverwertungsfreundliche Werkstoff Stahl auch im Verpackungsbereich richtungweisend für Umweltverträglichkeit und Ressourcenschonung.
Die gesetzlich vorgegebene Recycling-Quote von 70 Prozent für Stahlverpackungen wird von den erreichten Werten weit übertroffen. Als der produktverantwortliche Hersteller von Verpackungsstahl in Deutschland hat das zu ThyssenKrupp Steel gehörende Unternehmen konsequent den vollständigen Lebenslauf seines Produktes mit eigenen Instrumentarien abgesichert.
Mit ihrer Beteiligung an der KBS Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl GmbH und Gründung der DWR Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH sichert Rasselstein die Erfassung und Wiederverwertung gewerblich und industriell anfallender Stahlverpackungen wie auch die Weiterverarbeitung der Dosen, Aerosolbehälter, Deckel oder Kanister, die bei den privaten Endverbrauchern anfallen und über den Grünen Punkt von den Dualen Systemen eingesammelt werden. So stammen etwa zwei Drittel des wiederverwerteten Weißblechs aus der haushaltsnahen Entsorgung, das restliche Drittel aus Industrie, Gewerbe und nicht zuletzt aus der thermischen oder mechanisch-biologischen Behandlung von sonstigem Hausmüll. Weißblech wird in allen Entsorgungssystemen und -stufen sicher identifiziert und aussortiert. „Einziger Wermutstropfen ist, dass noch zu viele Verbraucher entleerte Dosen mit Kunststoffverpackungen und anderem Abfall füllen und damit höheren Aufwand bei der Aufbereitung des Schrotts für den Einsatz im Stahlwerk verursachen“, stellt DWR-Geschäftsführer Edmund van Dyck fest.
Dies ändere nichts an der insgesamt höchst erfolgreichen Recycling-Bilanz, betonen van Dyck und KBS-Geschäftsführer Franz-Josef Thiele übereinstimmend: „Das 2005 wieder in die Stahlproduktion eingebrachte Weißblech hat allein 680.000 Tonnen Eisenerz eingespart – zuzüglich der Kosten und Umweltbelastungen, die dessen Förderung, Transport und Aufbereitung verursacht hätten.“ Die Stahlherstellung wird durch Weißblechrecycling außerdem von 300.000 Tonnen Kohleverbrauch und dem Einsatz von 130.000 Tonnen Kalkstein entlastet. „Das sind beachtliche Umweltschutzeffekte, die durch die hohe Rückführungsquote erzielt werden. Der Atmosphäre bleiben 320.000 Tonnen Kohlendioxid erspart“, so van Dyck.