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Österreichsche Studie Ethik und Ökonomie vorgestellt


Friday, October 20th, 2006


Wie halten es die österreichischen ManagerInnen mit der Ethikorientierung in Unternehmen?

Die Studie, die im Auftrag der “Wiener Gruppe für Integritätsmanagement und gesellschaftliche Verantwortung” durchgeführt wurde, zeigt interessante Entwicklungen: CSR wird zunehmend als ChefInnensache gesehen und als Chance für das Unternehmen bewertet. respACT austria hat die Studie ebenso wie Headquarters Austria und Western Union, unterstützt.

Für die Studie wurden 150 Führungskräfte der österreichischen Wirtschaft und ein repräsentativer Ausschnitt der österreichischen Bevölkerung als Vergleichsdaten befragt. Vergleichsdaten früherer Studien (1990 und 1995) lagen vor. Studienautor ist Univ.Prof. DDr. Matthias Karmasin.

“In den Unternehmen hat sich etwas getan!” - Mit diesen Worten eröffnete Karmasin die Pressekonferenz am 20. Oktober 2006 in Wien, bei der die Studie vorgestellt wurde. Für respACT austria trat Monika Langthaler, Geschäftsführende Gesellschafterin von “brainbows” und Vorstandsmitglied von respACT austria als Sprecherin auf.

Ethik ist laut Studienautor Karmasin zwar hierzulande noch nicht auf der Topagenda heimischer Unternehmen zu finden, aber es gibt eindeutig Bewegungen in diesem Bereich. So ist die Ethikorientierung insgesamt in den Unternehmen gestiegen - 45 Prozent der ManagerInnen gaben an, sie hätten heutzutage kein Problem damit, ethische Grundsätze in ihrem Unternehmen zu verwirklichen. Im Jahr 1995 belief sich diese Ziffer auf 27 Prozent.

Verbesserungswürdig wäre in Österreich die Bereitschaft von Unternehmen, mit all ihren Stakeholdern in Dialog zu treten. Derzeit treffen ethische Entscheidungen zum Großteil die Führungskräfte.

68 Prozent sehen CSR als Chance

Monika Langthaler stellte den anwesenden Journalisten zunächst respACT austria und die Vereinsziele vor. Positiv erwähnte sie, dass 68 Prozent der befragten ManagerInnen Corporate Social Responsibility (CSR) als Chance bewertet haben. Aus der Praxis erzählte sie, dass auch immer mehr KMUs im täglichen Geschäft mit CSR konfrontiert sind, denn immer mehr große Unternehmen verlangen auch von ihren Zulieferern, dass sich diese mit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung auseinandersetzen. In einem “KMU-Land” wie Österreich ist dies ein wichtiges Thema für die kommenden Jahre. Die Studie zeigt auch, dass viele Unternehmen konkrete Hilfestellungen hinsichtlich CSR benötigen. Hier sieht Langthaler auch die Rolle von respACT austria.

Die Studie steht hier zum download bereit.




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