Führende kirchliche und entwicklungspolitische Organisationen, Gewerkschaften sowie Verbraucher- und Umweltverbände haben sich zu einem “Netzwerk für Unternehmensverantwortung” zusammengeschlossen. Das Netzwerk will sich für eine stärkere “Corporate Accountability” von transnationalen Unternehmen einsetzen, d.h. für eine “Verpflichtung von Unternehmen, Menschenrechte sowie international anerkannte soziale und ökologische Normen einzuhalten”. Dabei setzen die Initiatoren mehr auf Zwang durch staatliche Regulierungen als auf freiwillige Maßnahmen der Wirtschaft im Rahmen der “Corporate Social Responsibility” (CSR).
Verbindliche, grenzüberschreitend wirksame Unternehmensregeln seien nicht nur ethisch geboten, sondern wirtschaftlich für das Wohl der Allgemeinheit dringend notwendig, schreibt das CorA-Netzwerk in seiner Gründungserklärung. Dazu zählen u.a. weit reichende Rechenschafts- und Publizitätspflichten für Unternehmen gegenüber der Öffentlichkeit, strengere Vorgaben bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, Stärkung der Produktverantwortung und wirksame Sanktionen und Haftungsregeln.
Gründungsmitglieder des Netzwerks sind u.a. Attac, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Christliche Initiative Romero (CIR), Evangelischer Entwicklungsdienst (EED), Greenpeace, Transparency International, der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). (spe|18.10.2006)