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CSR in Produktion und im internationalen Handel
Posted By RESPACT-News On October 18, 2006 @ 9:37 am In +Business Councils, +german, respACT Austria | Comments Disabled
Konsumenteninteressen als wichtiger Faktor der Zukunft von CSR
Das am 26. September 2006 in Rotterdam veranstaltete Seminar zum Thema “CSR in Production and international Trade” konzentrierte sich auf die Rolle des Konsumenten in CSR und welche Maßnahmen umgesetzt werden könnten, um die Informationslücke zwischen dem Unternehmen und dem Konsumenten zu schließen.
In der heutigen globalisierten Welt werden Lieferketten immer komplexer und weitläufiger, was dazu führt, dass Konsumenten zunehmend Informationen über die sozialen und ökologischen Produktionsbedingungen ihrer Endprodukte haben wollen. Die Wichtigkeit des Konsumenten und seiner Vorstellung im internationalen Handelsmarkt regt eine wachsende Anzahl von Unternehmen an, CSR-Methoden, also die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, freiwillig einzusetzen.
Studien zufolge wollen heutzutage viele Konsumenten informiert einkaufen, aber trotz dieses Trends stimmt oft ihr effektives Einkaufsverhalten nicht damit überein. Laut des vom OECD in einem Entwurf vorgelegten Papiers zum Thema “Informing Consumers of CSR in International Trade” ist die Informationslücke zwischen dem Unternehmen und dem Konsumenten in Sachen CSR ein möglicher Grund dafür.
Das Papier dokumentiert die Schwierigkeiten, den Konsumenten über die Umsetzung von CSR-Strategien zu informieren, wenn die Lieferketten komplex und schwer rückverfolgbar sind. Wegen ihres täglichen direkten Kontakts mit den Produzenten könnten die großen Einzelhandelsketten und Supermärkte hier eine wichtige Rolle in der Etablierung des Konsums von CSR-Produkten spielen. Außerdem stehen ihnen eine Reihe von Informationsmitteln zur Verfügung, die unter vier Kategorien zusammengefasst werden können, nämlich Etikettierung und Zertifizierung, Nachhaltigkeitsberichte, Konsumleitfaden und Marketing-Strategien.
Es gibt aber Probleme mit jedem Informationsmittel, insbesondere bei den Klein- und Mittelbetrieben, die manchmal finanziell zu beschränkt sind, um ihre Konsumenten umfassend zu informieren. Bei den zahlreichen Etikettierungsformen fürchten sich manche Betriebe zum Beispiel vor Handelsbeschränkungen, da sie es sich nicht leisten können, sich solche Zertifizierung zu besorgen. Das Papier beleuchtet diese Probleme und analysiert dazu auch die Wirksamkeit der Informationsmethoden auf den Konsumenten in verschiedenen Sektoren.
Das Endergebnis ist immer noch, dass CSR erfolgreiches Wirtschaften ermöglicht, da ein guter Ruf von entscheidender Bedeutung in der Geschäftswelt ist. Information ermöglicht informierte Kaufentscheidungen, die notwendig für einen gut funktionierenden Markt sind. Die Frage bleibt nun wie eine Konvergenz der Informationsmitteln geschaffen werden kann, damit Unternehmen CSR wirksamer umsetzen können.
Die Endversion der OECD Stellungnahme “Informing Consumers of CSR in International Trade” ist im nächsten halben Jahr zu erwarten.
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