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Tourismus geht verstärkt in Entwicklungsländer – Gütesiegel für nachhaltigen Tourismus gefordert


Thursday, October 12th, 2006


Berlin > Die Zahl der deutschen Urlauber, die ihre Ferien in Entwicklungsländern verbringen, steigt deutlich. 7,7 Millionen waren es im vergangenen Jahr. 16 % Marktanteil erreichte der Tourismus in Entwicklungsländern damit – gegenüber nur sechs Prozent im Jahr 1991. Weltweit gehen sogar 36 Prozent am Gesamturlaubsvolumen in Entwicklungsländern. Jedoch kommen die Devisen der Urlauber bei den Armen vor Ort nicht an. Grund für eine Vielzahl von Initiativen, “faire” und sozialverträgliche Reiseangebote zu fordern. Auf diese Situation weist Monika Hoegen in dieser Woche in einem Beitrag auf www.dw-world.de hin.

Kritisiert wird in dem Beitrag, dass für billige Reiseangebote die Bediensteten von Hotels und Restaurants zu miserablen Arbeitsbedingungen schuften – mit 14-Stunden-Tagen und schlechter Bezahlung. Insbesondere bei all-inclusive-Konzepten bleibe das Urlaubergeld in den Taschen weniger Großkonzerne – einheimische Unternehmer gingen leer aus.

Eine Übertragung der Prinzipien des Fairen Handels auf den Tourismus fehle weitgehend, ebenso ein international gültiges Siegel, das faire und sozialverträgliche Reisen kennzeichnen würde. “Besonders die Tsunami-Katastrophe hat gezeigt, wie mangelhaft die sozialen Sicherungssysteme für die im Tourismus Beschäftigten sind – ganz abgesehen von den vielen Menschen, die im informellen Sektor arbeiten”, zitiert der Beitrag Heinz Fuchs vom eed Tourism Watch des Evangelischen Entwicklungsdienstes. Gemeinsam mit vielen anderen Initiativen weltweit will der Verband verstärkt dazu aufklären.




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Achim Halfmann (CSR NEWS)

Achim Halfmann is CSR NEWS' managing director and editor-in-chief.

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