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Karriere scheitert häufig an mangelnder Selbsteinschätzung und Kritikfähigkeit


Tuesday, September 26th, 2006


Bonn - Experten aus Personalberatungs- und Outplacementberatungsfirmen sehen in der mangelnden Selbsteinschätzung und Kritikfähigkeit von Kandidaten einen der wichtigsten persönlichen Karrierekiller. Weiterhin stellt sich für viele der berufliche Erfolg nicht ein, weil sie die geltenden oder unausgesprochenen Unternehmensregeln nicht ausreichend beachten. Dies ergab eine Befragung, die der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. im August gemeinsam mit dem Magazin Wirtschaftswoche unter rund 500 führenden Personal- und Outplacementberatern durchgeführt hat. Die Berater mussten dabei mögliche Karrierekiller bewerten und benennen.

Die Top-Fünf-Karrierekiller:

1. „Die eigenen Fähigkeiten überschätzen/nicht kritikfähig sein“ (53,3 Prozent)

2. „Die Spielregeln des eigenen Unternehmens nicht durchschauen (48,6 Prozent)

3. „Sich nicht weiterentwickeln wollen“ (44,2 Prozent)

4. „Informelle Netzwerke im Unternehmen nicht erkennen“ (38,3 Prozent)

5. „Die eigenen Ziele nicht kennen“ (31,8 Prozent)

BDU-Vize-Präsident und Personalberater Dr. Joachim Staude empfiehlt Kandidaten eine realistische Vorgehensweise. Hierzu gehöre auch die Erkenntnis, dass eine Planung der eigenen Karriere nur begrenzt möglich sei. Es gebe keine Garantie auf Karriere, selbst wenn Einsatz und Leistung stimmten.

Einen geeigneten „Sparringspartner“ hält Unternehmer und CiW-Vorstandsmitglied Reiner Kafitz für sehr wichtig, um zu einer guten Selbsteinschätzung zu finden. Zulassen, dass man kritisiert wird und Kontakt suchen mit Menschen, die bereit sind, einem unverblümt ihre Meinung zu sagen, das sei Voraussetzung, um nicht an eigener Selbstüberschätzung zu scheitern, meint Kafitz. Auch sei es wichtig, immer wieder die Reaktionen des Umfeldes zu bewerten und dabei zu überlegen, welches der eigene Anteil daran sei und was man für sich daraus lernen könne.

Nicht so große Bedeutung messen die Berater den persönlichen Karrierekillern „zu ungeduldig sein“ (9,4 Prozent), „mangelnde Pflege externer Netzwerke“ (11,2 Prozent) sowie „undankbar gegenüber Förderern sein“ (11,2 Prozent) bei. Zu wenig Rücksichtnahme auf Gesundheit und Ausgeglichenheit (0,0 Prozent) sehen die Karriereexperten nicht als Hemmnis für den Berufserfolg an. Aber: Viele arbeitsbedingte Erkrankungen würden ihre Wirkung auch erst gegen Karriereende zeigen und seien dann nicht mehr erfolgsrelevant. (spe|21.09.2006)




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Dr. Thomas Beschorner (CSR NEWS)

Dr Thomas Beschorner is research director at CSR NEWS and professor for business ethics at Montreal University, Canada.

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CATEGORIES: CiW Wirtschaftsnachrichten | german

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