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Praxisbericht: Führung auf Basis christlicher Werte
(CiW) - Wie funktioniert eigentlich eine Firma, die bewusst und konsequent auf der Basis christlicher Werte geführt wird? Kann das überhaupt funktionieren? Davon konnten sich Mitglieder des Anwender-Clubs der IHK Duisburg in den Räumen der KMS Medienservice GmbH in Heppendorf bei Kerpen ein Bild machen. KMS-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied von Christen in der Wirtschaft e.V. (CiW) Reiner Kafitz erläuterte seinen Gästen den Grund für die Wahl des Veranstaltungsortes: Nur so könnten sie überprüfen, ob das Gesagte auch mit dem Gelebten übereinstimme.
Schnell wurde den Zuhörern deutlich, dass Kafitz kein abstraktes Führungskonzept präsentierte, sondern eine innere Grundhaltung, die das gesamte Miteinander im Unternehmen und auch die Qualität der Arbeitsergebnisse entscheidend prägt. Eine Dienstleistungsgesellschaft lebe eigentlich vom Dienen und Leisten, beides sei in Deutschland aber wenig populär, meinte Kafitz. Das gelte auch innerhalb einer Firma. Ein Chef müsse seinen Mitarbeitern die Füße waschen und nicht die Köpfe. Denn Angst sei die Hauptursache für Fehlentscheidungen und schlechte Leistungen. Nicht die Angst solle antreiben, sondern das gemeinsame Ziel. So wie ein Chef seine Mitarbeiter behandle, so würden die Mitarbeiter auch die Kunden behandeln. Fühlten sich die Mitarbeiter wohl, spüre das auch der Kunde.
Dass christliche Werte den unternehmerischen Handlungsspielraum auch einschränken, wollte CiW-Vorstand Kafitz nicht verneinen. Als Leitplanken würden sie aber oft zu schnelleren, langfristig besseren und für alle Seiten berechenbareren Entscheidungen führen. Dies gehe aber nicht ohne die Bereitschaft, in die Tiefe einzusteigen und sich selbst in Frage zu stellen, auch wenn die Antworten oft wehtun würden. Wer Werte leben wolle, müsse sich selbst wertvoll sein und sich von Gott wertgeschätzt wissen. Frieden mit Gott schließen sei für ihn der Königsweg hin zur persönlichen Veränderung und Weiterentwicklung. Kafitz empfahl seinen Zuhörern, sich nicht hinter Sachzwängen zu verstecken: Man hat immer mehr Optionen, als man denkt. Verantwortung für sein eigenes Leben könne man leider nicht delegieren.
Die wichtigsten Empfehlungen von Reiner Kafitz können Sie als "Kleines Werte-Einmaleins für Führungskräfte" hier downloaden.
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