Die aktuelle entwicklungspolitische Diskussion konzentriert sich auf Themen mit besonderer Relevanz für die Bevölkerungsteile, die in städtischen Ballungszentren leben. Dorthin halten die Migrationsströme unvermindert an, und, so scheint es, verliert die EZ allmählich den ländlichen Raum aus den Augen. Doch gut 50% aller Hungernden dieser Welt leben auf dem Land, sind Kleinbauern und Kleinstbauern. Werden sie im Zuge der MDG-Diskussion wieder stärker wahrgenommen, wie vom Direktor von IFPRI und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des BMZ, Dr. Joachim von Braun, festgestellt wurde?
Fragen zur Thematik:
Auf welchen Erfahrungen und Erkenntnissen basiert die vom BMZ verfolgte Strategie zur Entwicklung ländlicher Räume und welchen Stellenwert nimmt hierbei die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse ein?
- Welche Bedeutung hat der ländliche Raum für die wirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Entwicklung eines Entwicklungslandes?
- Wie wirken sich die internationalen Vereinbarungen zur Regelung des Welthandels auf die Realität der Kleinbauern in den Entwicklungsländern aus?
- Welche neuen Herausforderungen stellen sich für die ländlichen Räume in Zusammenhang mit Klimawandel und dem Erhalt der Biodiversität?
- Gibt es ein „Recht auf Nahrung“ und wie wirkt sich die Diskussion um Menschenrechte auf das nationale und multinationale Engagement in den ländlichen Räumen aus?
- Welche Potentiale werden von Agrarreformen erwartet und wo gibt es beispielhafte Initiativen, die Erfolge vorzuweisen in der Lage sind?
- Welche Rolle spielen Good Governance, Geberharmonisierung und Konzepte wie der Mehr-Ebenen-Ansatz in der aktuellen Debatte
Dr. Christoph Kohlmeyer, Leiter des Referats 314 beim BMZ
Dr. Imme Scholz, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)
Armin Paasch, Food First Informations- und Aktions-Netzwerk (FIAN)
Stiefkind ländlicher Raum
Ort: Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit, Bonn
Beginn: 15.09.2006, 09:00 Uhr
Ende: 15.09.2006, 12:00 Uhr
Ansprechpartner/in: inWEnt, VEZ, Michael Schneider, Tel: 02224 - 926 - 156
Weitere Infos: www.inwent.org